Direkt zum Inhalt der Seite springen
Energieerzeugung

Fragen zur Energieerzeugung?

Hier finden Sie Antworten zu allen Fragen rund um die Nutzung von Windenergie, Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung.

    • Die Nutzung der Windenergie ist ein wichtiger Bestandteil für den Umbau der Energieerzeugung auf dem Weg zu 100% Erneuerbaren Energien – aus drei Gründen:

      • Windenergie ist neben Wasserkraft die kostengünstigste Technologie zur Stromerzeugung auf Basis Erneuerbarer Energien.
      • Für die Nutzung der Windenergie eignet sich eine Vielzahl von Standorten auf der ganzen Welt.
      • Dabei ist der Flächenverbrauch für den Aufbau von Windenergieanlagen im Verhätnis zur erzeugten Energiemenge sehr gering.
    • Insgesamt benötigt eine moderne Windenergieanlage rd. 0,3 ha Fläche, also deutlich weniger als die Hälfte der Fläche eines Fußballplatzes. Dabei wird lediglich die Fundamentfläche der Windenergieanlage dauerhaft versiegelt.

      Hinzu kommt noch die Kranstellfläche, die – mit Schotter bedeckt – für den Betrieb des Windrades freigehalten werden muss. Nach dem verpflichtenden Rückbau der Windenergieanlage steht diese Fläche dann wieder der ursprünglichen Nutzung zur Verfügung.

    • Bei der Stromproduktion durch Erneuerbare Energien spielen Bürger eine wichtige Rolle, rückblickend sogar eine führende. Auch weiterhin gilt: für eine Demokratisierung des Energiesystems ist Bürgerbeteiligung unerlässlich.

      Mit der Investitionen in Anlagen zur Energieerzeugung sind wie immer wirtschaftliche Chancen und Risiken verbunden. Dabei sind Windenergieprojekte aufgrund Ihrer dezentralen Verankerung, der langen Planungs- und Entwicklungsvorläufen und relativ hoher Investitionskosten pro Anlage (im Vergleich z.B. zu Photovoltaikprojekten) mit zusätzlichen Risiken verbunden.
      Eine Beteiligung von Bürgern kann die mit der Anpassung der Energielandschaft verbundenen Strukuränderungen auf eine breite Kapitalbasis stellen und zugleich die Akzeptanz für diesen Anpassungsprozess erhöhen.

    • Angesichts des Klimawandels, der eine der Hauptbedrohungen der biologischen Vielfalt darstellt, leisten ökologische Energierzeugungsanlagen – und aufgrund ihres großen Energiepotenzials insbesondere Windenergieanlagen – einen wertvollen Beitrag, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu mindern. Die konkreten Auswirkungen einer jeden Windenergieanlage auf Mensch und Natur werden im Rahmen von Standortprüfungen sorgfältig geprüft und bewertet.

    • Grundsätzlich ist jedes Genossenschaftsmitglied der EWS eG auch an den Windenergieprojekten der EWS-Gruppe beteiligt. Eine direkte Beteiligungsmöglichkeit an einzelnen Windenergieanlagen ist aktuell nicht geplant. Allerdings bietet die EWS-Gruppe projektspezifisch lokalen, im Umfeld der Anlagen ansässigen Bürgerenergiegesellschaften die Übernahme einzelner Windenergieanlagen an.

    • Ja, an guten Standorten und bei günstigen Anlagenpreisen rechnen sich Photovoltaik-Anlagen, besonders dann, wenn Sie die selbst erzeugten Energie zur Deckung Ihres Eigenverbrauchs nutzen.

      Wenn Sie Strom bei den EWS beziehen, können Sie von uns eine Förderung für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 kWp erhalten. Erfahren Sie mehr hierzu bei unseren Fragen zum Förderprogram; einen Antrag zur Förderung Ihrer Photovoltaik-Anlage können Sie hier herunterladen.

      Auch für Industrie und Gewerbe rentiert sich der Einsatz von Photovoltaik bei Eigennutzung des erzeugten Stroms recht schnell. Hier unterstützen wir Sie gerne beraterisch – und ggf. auch bei der Errichtung der Anlage. Die entsprechenden Ansprechpartner finden Sie auf der Seite Kontakte.

    • Seit 1996 fördern wir Kunden der EWS, damit deutschlandweit möglichst viele Rebellenkraftwerke ans Netz kommen. Mittlerweile sind so rund 2.600 geförderte Anlagen entstanden. Erfahren Sie mehr hierzu bei unseren Fragen zum Förderprogramm; einen Antrag zur Förderung Ihrer Photovoltaik-Anlage können Sie hier herunterladen.

    • Kleine Anlagen sind an sich, aber auch in Abhängigkeit zur Größe der jeweiligen Dachfläche in der Regel teurer als größere Anlagen. Die wichtigste Kennzahl für Ihre Planung ist die Maximalleistung der Anlage, denn bis 10 kWp Jahresleistung ist ihr Eigenverbrauch von der EEG-Umlage befreit. Bis 100 kWp erhalten Sie noch eine EEG-Vergütung. Ist Ihre Anlage noch größer, müssen Sie den Strom diekt vermarkten (z. B. an den örtlichen Stromnetzbetreiber) und erhalten dafür die so genannte Marktprämie. Wenn Sie eine Freiflächenanlage planen, müssen Sie an einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur teilnehmen.

    • Die mögliche Maximalleistung (gemessen in kWp) können Sie von einem lokalen Installateur errechnen lassen. Wenn Sie noch keinen Spezialisten Ihres Vertrauens gefunden haben, empfehlen wir Ihnen, mindestens drei unabhängige Angebote von erfahrenen Fachbetrieben anzufordern.

    • Das kommt darauf an:

      • Wenn Ihre PV Anlage nicht nicht oder nicht mehr EEG-vergütungsfähig ist, können wir ab einer gewissen Anlagengröße ins Geschäft kommen. Nehmen Sie dazu einfach Kontakt zu uns auf.
      • Wenn Sie eine EEG-vergütungsfähige PV-Anlage besitzen, ist für die Abnahme und Vergütung des Solarstroms immer Ihr lokaler Netzbetreiber zuständig. Wohnen Sie im Netzgebiet der EWS, dann sind wir für Sie da. Nehmen Sie auch in diesem Fall gerne Kontakt auf!
    • In wirtschaftlicher Hinsicht wahrscheinlich nicht. Allerdings kann ein Batteriespeicher dazu beitragen, den Eigenverbrauch Ihres selbst erzeugten Stroms zu optimieren.

    • Nein - denn Strom ist zu wertvoll, um verheizt zu werden. Zudem scheint die Sonne gerade dann wenig, wenn Sie die Wärme am meisten benötigen, also im Winter. Photovoltaik-Anlagen erzeugen in der Regel im Januar nur rund 1,8 % der jährlichen Gesamtleistung; das schaffen Sie im Sommer an drei guten Tagen.

    • Ja, CO2-neutrale Wärme durch eine Pelletheizung und sauberer Strom vom Dach ergänzen sich hier ideal.

    • Als Unternehmen geben wir keine konkreten Herstellerempfehlungen ab. Generell haben Solarmodule mittlerweile einen recht hohen Standard erreicht; lassen Sie sich hierzu am besten von einem erfahrenen Fachmann beraten.

    • Für eine ausführliche und fachmännische Beratung empfehlen wir Ihnen, sich von einer regionalen Energieagentur, einem geprüften Energieberater oder einem erfahrenen Installateur vor Ort unterstützen zu lassen.

    • Kraft-Wärme-Kopplung, kurz «KWK» steht für ein technisches Funktionsprinzip, bei dem gleichzeitig elektrische Energie (Strom) und thermische Energie (Wärme) erzeugt wird. Als KWK-Anlagen werden meist so genannte Blockheizkraftwerke (BHKW) eingesetzt. Auch Brennstoffzellen werden als KWK-Anlage eingeordnet, da auch sie gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen.

    • Für die richtige Dimensionierung von BHKW-Anlagen ist der jährliche Strom- und Wärmebedarf entscheidend. Für einen geringen Energiebedarf sind so genannte Nano-BHKW-Anlagen am Markt, die eine elektrische Leistung bis etwa 2,5 Kilowatt (kW) haben und damit für Ein- bis Zweifamilienhäuser ausgelegt sind. Bei größeren Objekten wie bei Mehrfamilienhäusern decken Mikro-oder Mini-BHKW Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 2,5 bis 20 bzw. 50 kW den Energiebedarf gut ab. Für große Heizzentralen oder Wärmenetze werden BHKW im Megawatt-Bereich eingesetzt. Um Ihr geplantes BHKW optimal auf Ihres Bedarf abzustimmen, sollten Sie auf jeden Fall einen Fachplaner vor Ort zu Rate ziehen.

    • Neben dem genannten Wärme- und Strombedarf (kWh/a) ist ein Blockheizkraftwerk in Ihre bestehende Heizungshydraulik einzubinden, damit die produzierte Wärme auch abgeführt werden kann. Um die Wärmeererzeugung und den Bedarf zu entkoppeln, kann ein entsprechend dimensionierter Pufferspeicher eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

      Ihre KWK-Anlage sollten Sie also entsprechend der elektrischen und hydraulischen Rahmenbedigungen vor Ort planen – oder besser: planen lassen. Entsprechende Fachleute und geprüfte Energieberater vor Ort unterstützen Sie bei der technisch und ökonomisch sinnvollen Dimensionierung und Einrichtung Ihres BHWs.

    • Die allgemeinen Anforderungen an die Wärmeversorgung sind nicht einheitlich für alle Bundesländern. Der Bund hat mit dem sog. Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) Anforderungen formuliert. Teilweise haben einzelne Bundesländer wie Baden-Württemberg höhere Anforderungen, die im EEWärmeG BW geregelt sind.

    • Für Ihre KWK-Anlage erhalten Sie eine Förderung gemäß des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes vom 21.12.2015. Die Förderhöhe hängt dabei von der Leistungsgröße sowie weiteren Rahmenbedingungen ab, die Sie dem Gesetz entnehmen können.

      Zusätzlich fördern die EWS kundeneigene Blockheizkraftwerke bis zu einer Gesamtjahresleistung von 10 kWp. Dabei wird jede ins öffentliche Netz eingespeiste kWh Strom, gestaffelt nach installierter Leistung, gefördert. Die Förderhöhe beträgt

      • bei einer installierten elektrischen Leistung von 1-3 kWp sechs Cent pro kWh,
      • bei einer installierten elektrischen Leistung von 4-6 kWp vier Cent pro kWh und
      • bei einer installierten elektrischen Leistung von 7-10 kWp zwei Cent pro kWh.

      Erfahren Sie mehr hierzu bei unseren Fragen zum Förderprogramm; einen Antrag zur Förderung Ihrer BHKW-Anlage können Sie hier herunterladen.

Fragen zur Nahwärme?

Die Fragen und Antworten zu unseren Nahwärmenetzen finden Sie im Bereich Nahwärme. Zu den Fragen und Antworten Nahwärme