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Energieerzeugung

Philosophie

Die Elektrizitätswerke Schönau stehen und kämpfen für eine dezentrale, atomstromlose und klimafreundliche Energiezukunft und leisten mit bürgereigenen Erzeugungsanlagen einen wichtigen Beitrag für eine Demokratisierung der Energiewirtschaft.

Energieerzeugung ist Bürgersache

Deswegen planen, errichten und betreiben wir über die EWS Energie GmbH und verbundene Unternehmen Erneuerbare Energieerzeugungsanlagen in Deutschland und insbesondere in der Region Südbaden. Mit jeder weiteren Anlage, die wir errichten und betreiben, verringert sich der Bedarf an konventionell erzeugter Energie und damit die Produktion radioaktiver Abfälle und klimaschädlicher Emissionen.

Vom Konsumenten zum Produzenten

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Die rund 2.600 Rebellenkraftwerke haben insgesamt eine Leistung von mehr als 26.000 kW.

Die Anfänge der Förderung

Schon vor Gründung der EWS hatten engagierte Bürgerinnen und Bürger in Schönau begonnen, für eine dezentrale, bürgereigene Energieerzeugung aktiv zu werden. Der damalige Netzbetreiber weigerte sich, den Bürgerstrom zum angemessenen Preis abzukaufen: einer der Gründe für den Beschluss der Initiativen, das Schönauer Stromnetz zu übernehmen.

Rebellenkraft erobert Deutschland

Von Anfang an enthielt der Strom der EWS einen Förderanteil, der eingesetzt wurde, um die Errichtung von kundeneigenen Erzeugungsanlagen voranzutreiben. Auf diese Weise entstanden deutschlandweit seit 1999 rund 2.600 Photovoltaik- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Bürgerhand.

  • Pfarrer Peter Hasenbrink vor Bergkirche, Schönau

    Photovoltaik (PV)

    Alleine durch die Nutzung des durch die Sonneneinstrahlung zur Verfügung stehenden Energiepotenzials könnte die globale Energienachfrage befriedigt werden. Photovoltaik kann im Kleinen wie im Großen eingesetzt werden und ist sehr gut planbar: beste Voraussetzungen, Erneuerbare Erzeugungspotenziale dezentral nutzbar zu machen.

    Zusätzlich haben in den letzten Jahren große Kostensenkungen bei den Anlagenkomponenten dazu geführt, dass Investitionen in Anlagentechnik und damit der Ausbau von PV-Anlagen sowohl für Privatpersonen als auch für institutionelle Investoren an vielen Standorten realisierbar sind: Gute Aussichten für eine sonnige Energiezukunft.

  • EWS Mitarbeiter am Blockheizkraftwerk

    Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

    Die so genannte Kraft-Wärme Kopplung als Technologie zum effizienten Einsatz von Energieträgern hat im Rahmen zukünftiger Energiesysteme einen wichtigen Stellenwert für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme lässt sich mit dezentralen KWK-Anlagen Primärenergie einsparen – und das trägt entscheidend zum Klima- und Ressourcenschutz bei. In Deutschland werden etwa 55 % der Primärenergie für Raum- und Prozesswärme eingesetzt: ein riesiges Potential zur CO2-Einsparung.

    Aus diesem Grund setzen wir bei der Energieversorgung von Mehrfamilienhäusern seit langem auf die gekoppelte Strom- und Wärmeversorgung durch effiziente KWK-Anlagen.

  • Windkraftanlage in Fröhnd

    Windkraft

    Windenergie ist aufgrund der niedrigen Gestehungskosten, des geringen Flächenverbrauchs und der großen Erzeugungspotenziale eine entscheidende Technologie bei der Transformation des Energiesystems hin zu 100 % Erneuerbaren Energien. Aus unserer Sicht sollte der Windenergieausbau dezentral und flächendeckend an hierfür geeigneten Standorten erfolgen. Denn nur über einen flächendeckenden Ausbau ist gewährleistet, dass sich lokale Windflauten gegenseitig aufheben und gleichzeitig die Systemkosten (z.B. für die Anpassung der nachgelagerten Netzinfrastruktur) vertretbar bleiben.

    Gerade in Süddeutschland gibt es noch Nachholbedarf beim Ausbau der Windenergie. Hier sehen wir es als unsere Aufgabe, mit der Errichtung von Windkraftanlagen unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten.

  • Biogas-Anlage in Altenstadt/Schongau

    Biomasse

    Biomasse, das ist gespeicherte Sonnenenergie. Zu Biomasse zählen organische Stoffe wie Holz oder Reststoffe aus der Lebensmittelherstellung oder der Landwirtschaft. All diese Rohstoffe können fermentiert und zu hochwertigem Biogas umgewandelt werden. Unser Biogasproduzent setzt ausschließlich auf dieses Verfahren, das ganz ohne Flächenverbrauch oder die Nutzung von Monokulturpflanzen auskommt. 

    In unserer Region – zwischen Rhein und Hochschwarzwald gelegen – liegt es besonders nahe, Reststoffe wie Schwemmholz aus Wasserkraftwerken oder Hölzer aus Maßnahmen zur Landschaftspflege zur thermischen Verwertung einzusetzen. Wir verbrennen dieses Holz in speziellen Holzhackschnitzelkesseln und speisen mit der erzeugten Energie lokale Nahwärmenetze. So sorgen wir ohne großen Flächenverbrauch und mit geringem Einsatz von Primärenergie für nachhaltige Wertschöpfung vor Ort.

  • Wasserkraftwerk Köhlgartenwiese

    Wasserkraft

    Wasserkraft ist die wohl am längsten genutzte Erneuerbare Energiequelle. Gerade bei uns im Südschwarzwald hat sie nach wie vor einen hohen Stellenwert, wenngleich sie bei den EWS als Erzeugungstechnologie eine eher untergeordnete Rolle spielt.

    Im kleinen Wiesental sind wir gemeinsam mit dem Bezirksverband Kraftwerk Köhlgartenwiese an einem 1919 erbauten Wasserkraftwerk beteiligt. 2015 wurden die Rohrleitungen des Kraftwerks erneuert, so dass es nun mit seinen zwei Turbinen genügend Leistung erzielt, um Haushalte und Betriebe in den umliegenden Gemeinden mit sauberem und vor Ort erzeugtem Ökostrom physikalisch zu versorgen.

Unser Anspruch

Gemeinsam mit unseren Mitstreitern setzen wir uns für eine dezentrale, bürgereigene, atomstromlose und klimafreundliche Energiezukunft ein. Dieses Engagement setzen wir auf allen Stufen – von der Erzeugung über den Handel und Vertrieb bis zur Verteilung über Stromnetze – um. Die Energieerzeugung ist dabei Voraussetzung, denn nur was erzeugt ist, kann letztlich auch verteilt werden.

Genossenschaftlich produzieren – und nutzen

Zweck und Gegenstand unserer Genossenschaft ist laut Satzung « … die sichere und preisgünstige Versorgung mit klimafreundlicher und atomenergiefreier Energie …». Die von uns erzeugte Erneuerbare Energie wird daher, wo immer wirtschaftlich vertretbar, in das Endkundenportfolio der EWS aufgenommen. So realisieren wir Stück für Stück die Belieferung unserer Kunden und Genossenschaftsmitglieder aus eigenen Anlagen.

Gemeinsam für Erneuerbare Energien

Jede und jeder kann zur Energiewende beitragen: Über 160.000 Ökostrom- und mehr als 10.000 Gas- und Biogaskunden unterstützen die Energiewende mit dem «Sonnencent», der als Förderanteil in allen Tarifen der EWS enthalten ist. Noch direkter arbeiten die Mitglieder unserer Genossenschaft am Umbau der Energielandschaft: Ihre Genossenschaftsanteile sind es, die unsere Projekte im Bereich Energieerzeugung erst möglich machen.