Direkt zum Inhalt der Seite springen
Projektvorstellung

Windpark am Zeller Blauen

EWS planen bis zu neun Windräder

Für das Gelingen der dezentralen Energiewende müssen die Erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden, deshalb planen die bürgereigenen Elektrizitätswerke Schönau gemeinsam mit dem Windenergieanlagenhersteller Enercon auf dem Höhenrücken Zeller Blauen zwischen dem Wiesental und dem Kleinen Wiesental einen Windpark mit bis zu neun Windrädern.

März 2012 bis Juli 2013 Teilflächennutzungsplan und erste Windmessungen

Höhenrücken Zeller Blauen
Blick auf den Belchen mit dem vorgelagerten Höhenrücken des Zeller Blauen

Erste Planungsarbeiten

Das Windparkprojekt «Zeller Blauen» entsteht 2012 im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens der Gemeinden Zell im Wiesental, Kleines Wiesental und Häg-Ehrsberg über potentielle Flächen für Windenergieanlagen. Parallel zu dem Ausschreibungsverfahren beginnen die Gemeinden die Arbeiten an einem Teilflächennutzungsplan Windenergie über den Konzentrationszonen, die für die Errichtung und den Betrieb von Windkraftanlagen ausgewiesen werden sollen.

Die EWS führen im Jahr 2013 über 4 Monate eine erste Windmessung im Planungsgebiet durch. Die Ergebnisse der Windmessung und insbesondere die ermittelte Datengrundlage und ihre mangelnde Belastbarkeit führen letztlich dazu, die angestrebten Planungen nochmals zu überprüfen.

Dezember 2015 bis Juni 2017 Wiederaufnahme des Projektes

Zwei Jahre später im Jahr 2015 wird eine erneute Messung über einen verlängerten Zeitraum von 17 Monaten und temporär an zwei Standorten im Planungsgebiet durchgeführt, auf dessen Basis dann eine zuverlässigere Aussage über die Windhöffigkeit sowie das Ertragspotential getroffen werden kann. Mit diesem Ergebnis kommen die EWS zu dem Schluss, dass zusammen mit dem Anlagenhersteller Enercon als Projektpartner ein sinnvoller Betrieb auf dem Zeller Blauen möglich ist.

September 2017 bis heute Abstimmung mit den Kommunen

Windkraftanlage im Wald
Windkraftanlage von Enercon

Das Projekt bezieht die Stadt Zell im Wiesental und die Gemeinde Kleines Wiesental auf Basis eines bestehenden Flächennutzungsplans und im Jahr 2012 geschlossener Vorverträge ein.

Die Projektpartner EWS und Enercon wollen die Planungskulisse um die ebenfalls an den Höhenrücken angrenzenden Gemeinden Böllen, Fröhnd und Wembach erweitern. Mit der Integration aller Gemeinden ist es möglich, ein optimiertes Parklayout mit reduzierten Eingriffen in die Natur und das Landschaftsbild zu erstellen.

Weitere Schritte bis zur Realisierung des Windparks

Neben der Einigung mit den Gemeinden erfolgt aktuell die Genehmigungsplanungen. Diese umfasst unter anderem:

  • die Untersuchung der topographischen Gegebenheiten des Höhenrückens im Hinblick auf Windpotential und Standorterschließung
  • Zuwegung und Netzanschlußplanung
  • Schall- und Schattengutachten
  • Artenschutzrechtliche Untersuchungen gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Nach Einreichung aller gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz geforderten Unterlagen bei der Genehmigungsbehörde, nach erfolgter Genehmigung und nach erfolgreicher Ausschreibung kann mit der Realisierung der Windenergieanlagen begonnen werden. Mit einem Betrieb der Anlagen wäre bei einem optimalen Planungs- und Errichtungsprozess ab 2021 zu rechnen.

Windenergieanlagenbau: Gesetzeslage Baden-Württemberg Genehmigungsverfahren im Detail

Genehmigungspflicht

Windenergieanlagen (WEA) mit über 50 m Höhe müssen nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) genehmigt werden. Die Genehmigung nach BImSchG hat dabei eine konzentrierende Wirkung und schließt u.a. die Bau- und Betriebsgenehmigung ein.

Schutz für Mensch und Umwelt

Der Zweck des BImSchG sind Schutz für Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen.

Belange der Bürger

Geprüft wird auch, ob der Bau und Betrieb der beantragten Windenergieanlage mit den öffentlichen Belangen und den Belangen der betroffenen Bürger vereinbar ist.

Zuständigkeiten

Zuständige Behörden für das Genehmigungsverfahren sind im Land Baden-Württemberg die unteren Verwaltungsbehörden (Landratsämter und kreisfreie Städte).

Kooperationspflicht

Diese Behörden müssen die Stellungnahmen aller Behörden einholen und berücksichtigen, deren Aufgabenbereich berührt wird (wie zum Beispiel die Naturschutzbehörde).

Immissionsschutz

Dabei werden auch die rechtsverbindlichen Immissionsschutz-Regelungen geprüft (Beispiele: Schallemissionen, Schattenwurf der Anlagen).

Koordination der Zulassung

Die Genehmigungsbehörde koordiniert die Zulassung.

Motivation

Mit dem Windpark Zeller Blauen will die EWS einen wichtigen Beitrag zum Ausbau von regenerativen Erzeugungstechnologien leisten, der zwingend notwendig ist, um den Anteil fossiler Energieträger schrittweise zu reduzieren, die Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen und Schritt für Schritt die Energiewende umzusetzen. Auch in Baden-Württemberg  sind mit dem Atomausstieg und dem sich abzeichnenden Kohleausstieg Erzeugungskapazitäten zu ersetzen.

Im Rahmen der Energiewende werden Elektromobilität und Sektorenkopplung den Ausbaubedarf an Erneuerbaren Erzeugungskapazitäten weiter steigern. Insbesondere die Standort- und Technologiediversifizierung durch Windkraftanlagen im Süden ist eine wichtige Ergänzung zum bestehenden Kraftwerkpark Deutschlands, dessen fluktuierender Erzeugungsanteil so verstetigt wird.

Kontakt

Sie interessieren sich für den weiteren Ausbau unserer Windenergieanlagen oder Sie haben Fragen zu diesem Thema? Dann schicken Sie uns eine kurze Nachricht und geben Sie an, ob Sie per E-Mail über kommende Veranstaltungen informiert werden möchten.