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Nahwärme-Projekte

Wärmenetz Maulburg

Holz ist ein anspruchsvoller Brennstoff – Das war die Erkenntnis der Gemeinde Maulburg nach der Inbetriebnahme ihrer neuen Heizzentrale. Nach unserer Optimierung und der Übernahme der Betriebsführung läuft nun alles zur vollsten Zufriedenheit der Gemeinde.

2009 bis 2011 Nahwärme im zweiten Anlauf

Schwarzwaldgemeinde Maulburg
Schwarzwaldgemeinde Maulburg

2009 geht in der kleinen Schwarzwaldgemeinde Maulburg das Wärmenetz zur Versorgung des Hallenbades, der Mehrzweckhalle und verschiedener Schulen sowie des Kindergartens in Betrieb. Bauherr und Betreiber der Anlage ist die Gemeinde Maulburg. Die Wärmeerzeugung erfolgt über einen Holzhackschnitzelkessel, als Reserve und zur Abdeckung von Spitzenlasten dient ein Gaskessel.

Doch bereits nach der ersten Heizperiode zeigt sich, dass der Betrieb der Heizzentrale aufwendiger ist als gedacht – auch aufgrund von Planungsmängeln. Der Anteil von Erdgas an der Wärmeerzeugung beträgt im ersten Winter noch 50 %.

Das eigentliche Vorhaben, 90 % der Wärme durch Holz zu erzeugen, wird deutlich verfehlt. Die damalige HBG, heute Teil der EWS, unterbreitet ein Angebot zur Optimierung der Leistung sowie für die Betriebsführung der Anlage und erhält den Zuschlag der Gemeinde.

Während der Heizperiode 2010/11 können dann unter der Betriebsführung der HBG viele Fehlfunktionen identifiziert und abgestellt werden. Der Holzkessel läuft stabil, die Wärmemengenzähler dokumentieren am Ende der Heizperiode einen auf 97 % gestiegenen Anteil an Holzenergie. Die durch Erdgas gewonnene Wärmemenge macht gerade noch einen Anteil von 3 % aus. Gegenüber dem Vorjahr können die Brennstoffkosten um insgesamt 40 % gesenkt werden.

2012 bis 2013 Energetisches Konzept zeigt Potenziale

2012 will die Gemeinde Maulburg weitere Impulse für die Energiewende vor Ort setzen: Sie stellt einen Antrag zur Förderung eines «energetischen Quartierskonzepts» bei der KfW-Bank. Nach Eingang des Förderbescheids wird die HBG mit der Erstellung des Quartierskonzeptes beauftragt.

Die Ergebnisse zeigen Ausbaupotenziale des bestehenden Wärmenetzes auf. Ein weiteres wesentliches Potenzial für den Ausbau Erneuerbarer Energien ist im Ausbau der Photovoltaiknutzung erkennbar. So sind im großen Gewerbegebiet viele großflächige Dächer verfügbar. Würde man diese mit Photovoltaikanlagen bestücken, könnte rund ein Drittel des benötigten Stroms lokal erzeugt werden.

2014 bis 2016 HBG wird zum strategischen Partner

2014 beginnt in Maulburg die Planung für den weiteren Ausbau des bestehenden Wärmenetzes. Während das Wärmenetz bisher nur kommunale Gebäude versorgt hatte, werden nun private Hausbesitzer als potenzielle Anschlussnehmer avisiert. Im Gemeinderat besteht Einigkeit, dass für den weiteren Ausbau des Wärmenetzes ein privater Betreiber mit ins Boot geholt werden soll – auch um das Investitionsrisiko abzufedern.

Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung gehen drei Angebote bei der Gemeinde ein. Die HBG kann mit ihrem Angebot überzeugen und wird als langfristiger strategischer Partner für die Gemeinde Maulburg ausgewählt.

Zahlen und Fakten

Wärmenetz Maulburg, Stand 2016
Wärmenetz Maulburg, Stand 2016

Wärme für kommunale Gebäude

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Insgesamt werden nun in Maulburg jährlich 1.925MWh Wärme über den regenerativen Energieträger Holz und einen hocheffizienten Gaskessel erzeugt. Die Länge des Leitungsnetzes beträgt 600 m. Aktuell versorgt das Wärmenetz ausschließlich kommunale Gebäude wie

  • Schulen,
  • das Hallenbad,
  • eine Flüchtlingsunterkunft und
  • eine Mehrzweckhalle.

Aktuell führt das Wärmenetz zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um etwa 550 t CO2 pro Jahr. Dies entspricht dem jährlichen Ausstoß von rund 180 Pkw. Das Wärmenetz Maulburg leistet damit einen wichtigen Beitrag der Gemeinde zur Begrenzung des Klimawandels.

Ausblick

Die Gemeinde Maulburg plant den weiteren Ausbau ihres Wärmenetzes.  Im Umfeld der bereits angeschlossenen kommunalen Gebäude befinden sich größere Wohngebäude, die in den nächsten Jahren angeschlossen werden sollen.

Kontakt

Sie interessieren sich für den weiteren Ausbau unserer Wärmenetze oder Sie haben Fragen zu diesem Thema? Dann schicken Sie uns eine kurze Nachricht und geben Sie an, ob Sie per E-Mail über kommende Veranstaltungen informiert werden möchten.