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Schönau, den 31.03.2021

Gut 70.000 Euro für nachhaltige Hilfe in Indien

Bilanz der EWS-Weihnachtsaktion

Die Hilfsorganisation greenap und ihre lokalen Partner leisten humanitäre Hilfe mit Erneuerbaren-Technologien in Regionen wie dem ländlichen Indien. Und sie unterstützt die Ausbildung von Frauen in Bereichen des Klimaschutzes. Die Weihnachtsaktion der EWS ermöglichte eine Spende von über 70.000 Euro für den Verein.

Energieeffiziente Lehmherde ermöglichen klimafreundlicheres Kochen

In New Delhi tragen die Menschen nicht nur wegen der Corona-Pandemie Atemschutzmasken. Die indische Hauptstadt war 2020 wie in den Jahren zuvor weltweit die Hauptstadt mit der höchsten Luftverschmutzung. Unter den 50 schmutzigsten Städten der Welt liegen 35 in Indien. Laut der renommierten medizinischen Fachzeitschrift «The Lancet» starben 2019 in Indien unglaubliche 1,67 Millionen Menschen an Luftverschmutzung. Die Ursachen für den dauerhaften Smog liegen nicht nur im wachsenden Straßenverkehr und der rasanten Industrialisierung. Großflächige Vegetations- und Waldbrände führen zu gewaltigen Rauchentwicklungen auch in ländlichen Gebieten.

Hilfe für Menschen und Klima

Angesichts dieser Situation ist es nur folgerichtig, humanitäre Hilfe und Klimaschutz zu verknüpfen.  Die von den Elektrizitätswerken Schönau (EWS) unterstützte Hilfsorganisation «green energy against poverty» («greenap») mit Sitz in Bonn leistet genau dies und hat sich der Armutsbekämpfung mithilfe von Erneuerbaren Energien und somit gleichzeitig dem Klimaschutz verschrieben. Damit schafft sie mithilfe lokaler Partnerorganisationen qualifizierte Jobs in den ärmsten Regionen der Welt, die oft am stärksten vom beginnenden Klimawandel betroffen sind.

Nun konnten die EWS aus ihrer Weihnachtsaktion 70.575 Euro für die Arbeit von greenap in Indien überweisen. «Was für ein tolles Ergebnis!» freut sich Georg Amshoff, der die gemeinnützige Organisation gemeinsam mit Sabine te Heesen gegründet hat. «Damit können wir in Indien viel bewirken – und Erneuerbaren Energien gegen Armut einen großen Schub geben. Gerade in Zeiten von Naturkatastrophen und Corona-Gesundheitsnotstand ist das besonders wichtig. Ganz herzlichen Dank an die EWS und an alle, die mitgemacht haben!»

Eine Familie mit drei Kindern sitzt im Schein einer Solarlampe in einem ansonsten dunklen Raum
Hausaufgaben im Schein PV-betriebener Solarlampen anstelle klimaschädlicher Petroleumlampen

Globales Handeln gegen globale Erwärmung

Ermöglicht haben dies insgesamt 2.823 neue Kundinnen und Kunden, die zu den EWS gewechselt sind. «Für jeden neuen Vertrag haben wir 25 Euro für die Hilfsprojekte von greenap gespendet», berichtet Sebastian Sladek über die Weihnachtsaktion. «Damit wollen wir auch auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam machen und zu mehr Klimagerechtigkeit auffordern», so der EWS-Vorstand, «denn die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt können den Folgen der Klimaveränderungen kaum etwas entgegensetzen. Wir müssen im Kampf gegen den globalen Klimawandel die nationalen Scheuklappen ablegen und grenzüberschreitend handeln.  Unser Partner greenap zeigt sehr erfolgreich, wie sinnvoll das ist.»

Im vergangenen Jahr leistete greenap in Indien vor allem Not- und Wiederaufbauhilfe, nachdem ein Zyklon im Mai auch eine ihrer Projektregionen schwer getroffen und die Corona-Pandemie das Leben im ganzen Land deutlich eingeschränkt hatte. Doch auch in dieser Notlage setzt greenap auf nachhaltige Hilfen. So unterstützt die Hilfsorganisation beispielsweise ein Ausbildungszentrum für Frauen aus der Region westlich von Kolkata. Dort lernen die Azubis unter anderem, Solarlampen zu montieren, energieeffiziente Lehmherde zu bauen und Bio-Holzkohle herzustellen. So schaffen sie mittelfristig nicht nur neue Einkommensquellen, sie tragen auch unmittelbar zum Klimaschutz bei.

Über «green energy against poverty»

  • Die greenap-Gründer Georg Amshoff und Sabine te Heesen stehen im Freien vor einer hellen Ziegelwand.

    Die Hilfsorganisation greenap mit Sitz in Bonn wurde von Georg Amshoff und Sabine te Heesen gegründet und hat sich der Armutsbekämpfung mithilfe von Erneuerbaren Energien und somit gleichzeitig dem Klimaschutz verschrieben. Damit schafft sie qualifizierte Jobs in den ärmsten Regionen der Welt, die oft am stärksten vom beginnenden Klimawandel betroffen sind. Mehr Informationen zu diesem Projekt und zu greenap finden Sie auf greenap.org.

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