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19.09.2018 | Regensburg

Atomkraft? – längst noch nicht erledigt

Euratom und seine Ausmaße

Mittwoch, den 19.09.2018

19.30 Uhr
Eintritt: 7,00 €, vergünstigt 5,00 €.

Evangelisches Bildungswerk Regensburg

93047 Regensburg
Am Ölberg 2

Der deutsche Atomausstieg bis 2022 ist noch lange kein vollständiger Ausstieg aus der Atomtechnik. Denn durch Deutschlands Mitgliedschaft im Euratomvertrag wird auch weiterhin kräftig in neue Atomtechnologie investiert. Ein Vortrag mit Dr. Eva Stegen, Energiereferentin der EWS.

Logo Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien Regensburg
Veranstalter: Bündnis für Atomausstieg und erneuerbare Energien Regensburg

Privilegien durch die Atomlobby

In Bayern und an seinen Grenzen sind Atomkraftwerke eine tägliche Bedrohung. In Deutschland wird an Atomreaktoren der vierten Generation geforscht. Von Deutschland aus werden Atomkraftwerke mit Brennstoffen beliefert. In Europa sorgt eine starke Atomlobby dafür, dass die Atomkraft als einzige Energieform durch einen Sondervertrag privilegiert und gefördert wird. Dieser Sondervertrag, der Euratom-Vertrag, wurde im Sommer 2018 vom Europäischen Gericht als Begründung dafür herangezogen, dass in der EU Atomsubventionen astronomischen Ausmaßes zulässig sein sollen.

Präzendenzfall Hinkley Point

Die Gerichtsentscheidung zum britischen AKW-Neubauprojekt Hinkley Point hat das Zeug, einen Dammbruch auszulösen, so dass europäische Energiekonzerne tief in die Taschen der Stromkunden greifen dürfen, um auf diese Weise völlig unrentable AKW-Projekte wirtschaftlich erscheinen zu lassen. Das geht auch die Menschen in Bayern an. Und auch in Bayern kann man solchen Entwicklungen durch die Unterstützung der Energiewende entgegenwirken.

Zum Präzedenzfall Hinkley Point wird Dr. Eva Stegen, Energiereferentin der Elektrizitätswerke Schönau, Hintergrundinformationen liefern und detailliert darlegen, was an den Gerüchten dran ist, dass das teuerste Kraftwerk seit es Elektronen gibt, ein Militärprojekt ist.

Über die Referentin

  • Portrait Dr. Eva Stegen

    Dr. Eva Stegen

    Geboren 1963 in Duisburg, promovierte Dr. Eva Stegen am Institut für Zoophysiologie in Düsseldorf. Sie engagierte sich seit Ende der 1980er Jahre in einer atomkritschen Bürgerinitiative in Duisburg und lebt seit 2000 mit ihrer Familie in Freiburg. Seit 2004 arbeitet Stegen für die Elektrizitätswerke Schönau, mit Schwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit.