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Referenzprojekte

Wärmenetz Rheinfelden

In Rheinfelden haben unsere Ideen in Rekordzeit zur Gründung eines Stadtwerks beigetragen: Nur vier Monate nach ersten Gesprächen 2013 wurden die Stadtwerke Rheinfelden gegründet. Der erste Bauabschnitt des Wärmenetzes ging im September 2015 in Betrieb. In Rheinfelden verantworten die EWS die Planung sowie die technische und kaufmännische Betriebsführung.

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Zahlen und Fakten

Insgesamt werden in Rheinfelden jährlich derzeit rund 4.200 MWh Wärme mit dem regenerativen Energieträger Holz sowie mehreren Blockheizkraftwerken (BHKW) und Gaskesseln erzeugt. Versorgt werden damit zahlreiche Wohngebäude sowie unter anderem die Realschule, ein Hallenbad, der Campus und die Volkshochschule. Die Länge des Leitungsnetzes beträgt 6,6 km.

Neben Wärme erzeugen die Blockheizkraftwerke (BHKWs) zusätzlich rund 600.000 kWh Strom pro Jahr. Dies entspricht dem Strombedarf von 200 durchschnittlichen Haushalten.

2021 Startpunkt für Abwärmenutzung

Blick auf die Stadt Rheinfelden
Blick auf die Stadt Rheinfelden

Das Jahr 2021 bringt grundlegende Veränderungen in der Wärmeerzeugung mit sich. So wird die Hauptlast der Wärmeversorgung auf die Nutzung von Abwärme aus einem großen Chemiebetrieb umgestellt. Hierfür wird durch das Unternehmen nicht weiter nutzbare Abwärme aus dem zentralen Heizkraftwerk ausgekoppelt, ins Nahwärmenetz der Stadt eingespeist und damit für die angeschlossenen Haushalte nutzbar gemacht.

Durch diese Abwärme wird ab der Heizperiode 2021/22 der bisherige Einsatz von Erdgas nahezu vollständig ersetzt. Ein Meilenstein für die energetische Zukunft Rheinfeldens und ein großer Schritt für die Energiewende, denn die Abwärmenutzung erfolgt klimaneutral.

Das auch vonseiten des Bundesumweltministeriums als vorbildlich angesehene Projekt wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit rund einer Million Euro gefördert und birgt großes Potenzial: Die Abwärme des Spezialchemie-Betriebs würde theoretisch ausreichen, um die ganze Stadt Rheinfelden (Baden) mit Wärme zu versorgen.

2017 bis 2020 Netzerweiterung und neue Wärmequellen

Das Wärmenetz entwickelt sich prächtig und wird kontinuierlich erweitert und optimiert. Die Wärmeleitungen erreichen beispielsweise das Gymnasium und das Rathaus und auch das Stadtzentrum rund um die Fußgängerzone im Bereich Karl-Fürstenberg-Straße erhält eine Anbindung. Mit dem Anschluss von kommunalen Gebäuden, wie etwa der Goetheschule, können die dort vorhandenen Wärmeerzeuger genutzt werden, die ab dato Wärme in das Wärmenetz einspeisen und damit den wachsenden Wärmebedarf abdecken.

Über die Anbindung der Gebäude an das Wärmenetz können vier Blockheizkraftwerke und zwei Biomassekessel miteinander verknüpft werden und damit wesentlich effizienter betrieben werden. Die Blockheizkraftwerke stellen den Grundlastbedarf zur Warmwasserbereitung im Sommer, während die Biomassekessel von September bis Mai betrieben werden und knapp ein Drittel des Wärmebedarfs abdecken.

Januar bis Juli 2016 Ausbau und weitere Planung

Der Landkreis Lörrach beschließt den Anschluss der Gewerbeschule Rheinfelden an das Wärmenetz. Mit diesem Schritt kann dort der vorhandenen Holzhackschnitzelkessel besser ausgelastet werden. Zusätzlich soll ein weiteres BHKW die Wärmeerzeugung ergänzen. Mit einem großen Industriebetrieb wird die Auskopplung von Abwärme untersucht. Voraussichtlich stehen mehr als 1.000 kW Abwärme zur Verfügung, die in das städtische Wärmenetz eingespeist werden können. Im Rahmen einer umfassenden Studie werden die genauen Rahmenbedingungen analysiert, um die Basis für einen weiteren deutlichen Ausbau des Wärmenetzes in den nächsten Jahren zu legen.

Januar bis Oktober 2015 Investitionen in die Zukunft

Umweltminister Franz Untersteller bei der Verleihung des European Energy Awards in Sindelfingen
Umweltminister Franz Untersteller bei der Preisverleihung in Sindelfingen Foto: Martin Stollberg – Umweltministerium Baden-Württemberg

Anerkennung für Klimaschutz-Ziele

Im Februar 2015 wird die Stadt Rheinfelden gemeinsam mit 27 anderen Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Überreicht wird der Preis vom baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller. «Die Preisträger machen in beeindruckender Weise vor, wie aktiver Klimaschutz ganz konkret vor Ort ausgestaltet werden kann», erklärt der Minister anlässlich der Übergabe.

Kommunale Gebäude im Fokus

Der Nachtragshaushalt der Stadtwerke Rheinfelden wird vom Regierungspräsidium genehmigt. Diese Genehmigung macht möglich, dass noch 2015 der erste Bauabschnitt des geplanten Wärmenetzes umgesetzt werden kann. Die HBG wird mit der Generalplanung beauftragt. Bis zum Jahresende 2015 investieren die Stadtwerke Rheinfelden rund 750.000 € in zwei Blockheizkraftwerke, eine Wärmeleitung mit rund 400 m Länge und in Übergabestationen und die Heizungssanierung der angeschlossenen Gebäude. Zur Heizperiode 2015/16 können die neuen Systeme in Betrieb genommen werden und ersetzen veraltetete Heizanlagen und Regeltechnik im Bürgerheim, der Realschule, dem Hallenbad, dem Campus und in der Volkshochschule. 

Januar bis Oktober 2014 Entscheidung für Nahwärme

Das Thema Wärmenetz überzeugt offensichtlich: Der städtische Eigenbetrieb «Wasserversorgung» wird in «Stadtwerke Rheinfelden» umbenannt und um eine Sparte Wärmenetze ergänzt. Für diese Sparte wird ein Betriebsführer gesucht und eine Ausschreibung veröffentlicht. Im Oktober 2014 erhält die HBG dann den Zuschlag für die Betriebsführung und kann sich dabei gegen die starke Konkurrenz von zwei lokalen Mitbewerbern durchsetzen.

Januar bis Dezember 2013 Klimaschutz sucht Partner

Die Stadt Rheinfelden nimmt am European Energy Award teil und setzt sich ambitionierte Klimaschutz-Ziele, die sie in einem Klimaschutzkonzept fixiert. Nun sucht sie nach einem kompetenten Umsetzer. Nach ersten Gesprächen verfestigt sich der Eindruck: Die HBG, heute Teil der EWS, ist der passende Projektpartner.

Für das Gebiet Rheinfelden Nord beantragt die Stadt Zuschüsse für ein energetisches Quartierskonzept. Nach Zusage des Förderbescheids wird die HBG mit der Erstellung des Konzepts beauftragt. Wenige Monate nach dem Beginn der Datenerfassung beschließt die Stadt bereits grundlegende Weichenstellungen.

Kontakt

Sie haben Fragen zur Nutzung unserer Nahwärme bzw. zum Thema Hausanschluss? Auf unserer FAQ-Seite haben wir bereits zahlreiche Antworten für Sie vorbereitet. Für weitere Fragen sprechen Sie uns gerne direkt an – alle entsprechenden Kontakmöglichkeiten finden Sie auf dieser Seite.