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100 gute Gründe gegen Atomkraft

Mitarbeiter der EWS mit Plakaten zur Kampagne «Wrack ab – 100 gute Gründe gegen Atomkraft»

Die «Wrack ab»-Kampagne der EWS

2009 war Atomkraft wieder im Gespräch – als Klimaretter, als Preisgarant, sogar als Bioenergie. Mit solchen Argumenten warb die Atomindustrie für ein Comeback der Atomenergie und setzte alles daran, dass eine neue Regierung den Atomausstieg rückgängig machen würde. Grund genug, dagegen Kampagne zu machen!

Argumente statt Atomkraft-Lügen

Die EWS starteten – in Anlehnung an die damals ausgelobte Abwrackprämie für Autos – die Kampagne «Wrack ab!». Wir zeigten anhand von 100 sauber recherchierten Gründen, warum es höchste Zeit für den Atomausstieg ist, und publizierten die Homepage www.100-gute-gruende.de. Sie bietet bis heute kurze und klare Argumente gegen die Atomkraft sowie Materialien zum Mitmachen. Jeder Grund ist mit Quellenangaben sowie Verweisen auf Hintergrundinformationen versehen.

Ziel der Kampagne war – und ist es bis heute –, eine breite Diskussion über die Gefahren der Atomkraft in der Bevölkerung zu entfachen. Unterstützt wurde unsere Kampagne von zahlreichen Institutionen aus dem Umwelt-, Verbraucher- und Klimaschutzbereich sowie von vielen Anti-Atom-Initiativen.

Mehr als nur eine Kampagnen-Website

Die „100 gute Gründe“ gibt es auch als Broschüre im Hosentaschenformat, so dass ein Einstieg in die Energiediskussion auch im „Offlinemodus“ möglich ist. Außerdem können über die Homepage Flyer, Plakate, T-Shirts, Aufkleber und Postkarten bezogen werden. 

160.000 verteilte «Wrack-ab!»-Broschüren

100 Bonaj Argumentoj kontrau la Atomenergio

Ursula Sladek überreicht Barack Obama im Oval Office die «100 Good Reasons Against Nuclear Power»
2011: Ursula Sladek überreicht Barack Obama die «100 Good Reasons Against Nuclear Power»

Die Kampagne verbreitete sich bald auf der ganzen Welt. Engagierte Mitstreiter machten sich in vielen Ländern daran, die Argumente gegen die Atomkraft in die jeweilige Landessprache zu überstzen. Der französischen, englischen, japanischen, norwegischen, kroatischen, russischen, polnischen und spanischen folgte zuletzt eine Sprachfassung in Esperanto.

Prominentester Leser der englischsprachigen Ausgabe ist wohl Barack Obama, dem Ursula Sladek als frischgekürte Goldmann-Environmental-Preisträgerin die «100 Good Reasons Against Nuclear Power» überreichte. Die Mitbegründerin der EWS hatte die Übersetzung wider alle Sicherheitsvorschriften in das Oval Office geschmuggelt. Der amerikanische Präsident nahm den Akt des zivilen Ungehorsams staatsmännisch, wie Ursula Sladek berichtet.