Direkt zum Inhalt der Seite springen

Klima schützen – Leben retten

Indische Mutter mit Kind vor einem energieeffizienten Lehmofen

Bessere Herde, weniger Emissionen

Mit unserer Weihnachtsaktion unterstützten wir zu Jahresende 2017 den Bau von effizienteren Kochstellen in Indien. Diese Herde verbrauchen deutlich weniger Holz, reduzieren die Schadstoffbelastung und sorgen damit für Klimaschutz und nachhaltige Entlastung von Familien und Umwelt.

Danke für Ihr Engagement!

Sebastian Sladek, Vorstand der EWS

Mit unserer Weihnachtsaktion konnten wir vielen Familien im Gangesdelta zu einer neuen, effizienteren Kochstelle verhelfen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die zu dieser Aktion beigetragen haben – ob mit ihrem Wechsel, einer Spende oder einer Weiterempfehlung. Ihr Engagement zeigt, dass positive Veränderung schnell wirksam wird, wenn viele Mitstreiter an einem Strang ziehen und weitere von der guten Sache überzeugen können!

Sebastian Sladek, Vorstand der EWS

Hintergründe zur Aktion

Eine indische Frau kauert vor einem stark qualmenden Ofen
Fast die Hälfte der Weltbevölkerung muss Mahlzeiten auf Kochstellen wie diesen zubereiten. © Allison Joyce

Qualmende Kochstellen gefährden Leben ...

Weltweit bereiten 3,5 Milliarden Menschen ihre Mahlzeiten auf primitiven, ineffizienten Herden zu. Diese Kochstellen, aus Not mit Ästen oder Dung befeuert, qualmen stark. Täglich müssen Frauen und Kinder darum Ruß und giftige Gase einatmen – mit schlimmen Folgen: Die Luftverschmutzung im Haushalt verursacht weltweit mehr vorzeitige Todesfälle als AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen.

... und belasten das Klima

Dazu kommt, dass ineffiziente Kochstellen das Klima weltweit mit zwei bis fünf Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen stark belasten. Zum Vergleich: Der Anteil Deutschlands an den weltweiten Emissionen betrug 2016 2,23 %.

Sparender und effizienter kochen

Die Organisation «green energy against poverty» schafft Abhilfe: In Indien hat sie gemeinsam mit lokalen Organisationen spezielle Kochstellen entwickelt. Viele ähnliche Anläufe waren bisher gescheitert, weil die Bedürfnisse und Kochgewohnheiten der Familien nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Bei diesem Projekt dagegen wurden die Herde vor Ort auf die Gewohnheiten der Familien abgestimmt, weswegen sie sich hoher Akzeptanz erfreuen.

Weil die Verbrennung durch eine ausgeklügelte Konstruktion und eine bessere Luftzufuhr optimiert wird, benötigen indische Familien nun nur noch die Hälfte des Brennmaterials zum Kochen; zudem entsteht wesentlich weniger Qualm. Auch der CO2-Ausstoß wird um mehr als 60 Prozent verringert. Hier finden Sie Hintergrundinformationen zum Projekt.