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Fragen und Antworten

Fragen zur Gasumlage oder zur Senkung der Mehrwertsteuer?

Preisveränderungen ab dem 1.10.2022

Auf alle Gasverbräuche werden ab dem 1.10.2022 neue Umlagen erhoben. Um die dadurch entstehenden Mehrkosten tragen zu können, müssen wir leider unser Preisanpassungsrecht wahrnehmen. Erfahren Sie mehr zu den Gasumlagen, der parallel wirksam werdenden Mehrwertsteuersenkung sowie zu den konkreten Auswirkungen auf Ihren (Bio-)Gasvertrag.

Aktueller Hinweis zum Thema Gasumlage

Die Bundesregierung hat am 29.09.22 beschlossen, nun doch auf eine Gasumlage zu verzichten und Unternehmen stattdessen direkt zu unterstützen. Die geplante Mehrwertsteuersenkung zum 1.10.22 wird nach aktuellem Stand jedoch umgesetzt. Wir garantieren Ihnen in jedem Fall, alle diesbezüglichen Änderungen bei ihrer Abrechnung zu berücksichtigen. Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen werden wir schnellstmöglich für Sie aktualisieren. Bis dahin bedanken wir uns für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

 

Piktogramm: Kalender mit Ringbindung, davor ein Kreis mit einem Eurozeichen
Was die Änderungen für Ihren EWS-Gasvertrag bedeuten, erfahren Sie in den untenstehenden Fragen und Antworten.

Das Wichtigste in Kürze

Die Bundesregierung hat zwei neue befristete Gasumlagen verabschiedet – und zwar

  • auf Basis des § 26 Energiesicherungsgesetzes (Gasbeschaffungsumlage: 2,4190 ct / kWh) sowie
  • auf Grundlage des § 35e Energiewirtschaftsgesetzes (Gasspeicherumlage: 0,0590 ct / kWh).

Zusätzlich zu den neuen Gasumlagen wurde die bereits bestehende Bilanzierungsumlage um 0,57 ct / kWh erhöht. Insgesamt steigt Ihr Gaspreis dadurch ab dem 1.10.2022 um 3,0480 ct / kWh netto (3,6271 ct / kWh brutto bei 19 % Umsatzsteuer).

Gleichzeitig wird der Mehrwertsteuersatz ab dem 1.10. von bisher 19 % auf 7 % gesenkt. Dieser ermäßigte Steuersatz auf den Gasverbrauch soll so lange gelten, wie die Gasumlagen erhoben werden.

    • Es gibt zwei neue Gasumlagen: Die Gasbeschaffungsumlage und die Gasspeicherumlage

      • Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage liegt bei 2,419 ct / kWh (netto). Die Gasbeschaffungsumlage wurde aufgrund der angespannten Lage auf dem Gasmarkt notwendig, um die Gasversorgung sicherzustellen. Ziel ist es, alle Marktmechanismen des Gasmarkts sowie die Lieferketten aufrechtzuerhalten, um Insolvenzen von Gashändlern und Dominoeffekte in der Lieferkette der Energiewirtschaft zu verhindern. Die Höhe der Umlage kann alle drei Monaten vom Marktgebietsverantwortlichen geändert werden. Allerdings müssen mindestens drei Monate seit der letzten Anpassung verstrichen sein. Die Gasbeschaffungsumlage ist eineinhalb Jahre, also bis Ende März 2024, gültig.
      • Die Höhe der Gasspeicherumlage beträgt 0,059 ct / kWh (netto). Die Gasspeicherumlage soll Kosten ersetzen, die zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit entstehen, etwa für den Einkauf von Gas. Ziel dieser Umlage ist die Einhaltung der Füllstandsvorgaben für die Gasspeicher: Sie sollen am 01.11.2022 zu mindestens 95 Prozent gefüllt sein. Die Umlage wird von 01.10.2022 bis voraussichtlich 31.03.2025 erhoben und kann alle sechs Monate angepasst werden. Für die erste Umlageperiode gilt eine Ausnahme: Hier ist eine Anpassung bereits nach drei Monaten, also am 31.12.2022, möglich.

      Zusätzlich steigt die Bilanzierungsumlage von bisher 0,00 ct / kWh auf 0,57 ct / kWh (netto). Unter folgendem Link finden sie weitere Details zu den neuen Umlagen der zuständigen Trading Hub Europe (THE).

      Insgesamt steigt Ihr Gaspreis dadurch ab dem 1. Oktober 2022 um 3,0480 ct / kWh netto (3,6721 ct / kWh brutto bei 19 % Umsatzsteuer).

      Hinweis: Die Bruttobeträge werden unter Berücksichtigung der aktuell gesetzlich geltenden Umsatzsteuer von 19 % dargestellt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Seite war bereits ein ermäßigter Umsatzsteuersatz auf den Gasverbrauch im Gespräch. Sollte dieser eingeführt werden, werden wir selbstverständlich den jeweils geltenden Umsatzsteuersatz auf der Abrechnung berücksichtigen.

    • Ab dem 01. Oktober 2022

      Die Umlagen werden ab dem 1. Oktober 2022 bis voraussichtlich Ende März 2024 erhoben.

    • Ja, die Umlagen werden pro verbrauchter kWh erhoben und betreffen alle Gaslieferverträge, auch Biogas.

      Durch die neu eingeführten Umlagen erhöht sich ihr Arbeitspreis ab dem 1. Oktober 2022 um 3,0480  ct / kWh netto (3,6271 ct / kWh brutto).

      Die Berechnung erfolgt automatisch mit ihrer nächsten Abrechnung. Der Grundpreis ist davon nicht betroffen.

    • Nein, ihr Strompreis ist von Gasumlagen nicht betroffen.

    • Nein, der Grundpreis ist hiervon nicht betroffen und bleibt unverändert.

    • Ja, denn die Umlagen sind für alle Gassorten gleich hoch, auch für Biogas.

      Ziel der Gasumlagen ist eine solidarische Verteilung der zusätzlichen Kosten durch die Ersatzbeschaffung. Damit soll die Sicherung der Gasinfrastruktur sowie die Versorgungssicherheit wirklich aller Gaskunden in Deutschland gewährleistet werden, unabhängig von der Gasqualität.

    • Nein, die EWS werden bei allen Verträgen eine Abschlagsänderung prüfen und Sie entsprechend informieren.

      Es besteht kein Handlungsbedarf von Ihrer Seite. Falls Sie Ihren Abschlag selbstständig ändern möchten, nutzen Sie gerne unter Angabe des Grundes unser Online-Formular zur Abschlagsänderung.

    • Nein, eine Zählerstandsmitteilung ist nicht notwendig.

      Wir benötigen keinen Zählerstand zur Abgrenzung. Die Abgrenzung erfolgt gemäß dem DVGW Arbeitsblattes G685 «Gasrechnung» zur Mengenabgrenzung bei Gas. Falls Sie uns doch einen Zählerstand zum 30.09.2022 übermitteln wollen, können Sie dies gerne mithilfe unseres Online-Formulars für die Zählerstandmitteilung tun.

    • Nein, Sie erhalten keine separate Jahresverbrauchsabrechnung.

      Die Gasumlagen werden in Ihrer Jahresverbrauchsabrechnung ab dem 01.10.2022 automatisch mit berücksichtigt.

    • Nein, derzeit sind in unserer Gasversorgung keinerlei Tarifänderungen möglich.

    • Ja – denn die beste Energie ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen.

      Energiesparen trägt dazu bei, den Bedarf an Gas und Strom zu verringern, energiepolitisch unabhängiger zu werden, Geld zu sparen und das Klima zu schützen. Jeder Beitrag zählt! Hier finden Sie unsere Tipps zum Gassparen.

    • Die Preise werden voraussichtlich steigen

      Aufgrund der aktuellen Entwicklung müssen wir davon ausgehen, dass die Preise ab 2023 steigen werden. Derzeit können wir jedoch zur Preishöhe noch keine konkrete Aussagen treffen.