Das Stromseminar hat eine lange Tradition. Zum ersten Mal fand es 1992 statt. Ziel war es damals, sich ganz gezielt Wissen zu einer ökologischen Stromversorgung anzueignen, sich zu vernetzen und Gemeinschaft zu feiern. Der Grundgedanke des gemeinschaftlichen Engagements trägt das Stromseminar bis heute.
In diesem Jahr wird es zum ersten Mal in einem neuen Format begangen, dem «Fest des Engagements». Was es damit auf sich hat, erzählt Philipp Appenzeller, Regionalmanager der EWS Schönau, in unserem Interview.
Interview
Philipp, in diesem Jahr heißt das Stromseminar zum ersten Mal «Fest des Engagements». Was steckt dahinter?
Im vergangenen Jahr haben wir mit unserer großen Jubiläumsveranstaltung auf dem Stromseminar die EWS ein wenig in den Mittelpunkt gerückt und gefeiert, was wir gemeinsam mit der Zivilgesellschaft seit unserer Entstehung alles erreicht haben.
In diesem Jahr wollen wir die Perspektive neu ausrichten und all die Menschen in den Mittelpunkt stellen, die sich tagtäglich auf ganz unterschiedliche Weise für die Transformation des Energiesystems und eine klimaneutrale Gesellschaft engagieren, denn dieses Engagement ist für die Zukunft von uns allen unverzichtbar.
Dafür öffnen wir am 4. Juli von 09:30 bis 17 Uhr unser Betriebsgelände in Schönau für alle interessierten Menschen und bieten insbesondere Initiativen und Organisationen aus unserer Region ein Forum, ihre Arbeit für Energiewende, Klima- und Naturschutz sichtbar zu machen. Wir setzen dabei ganz klar weiter auf die Kraft der Gemeinschaft.
Was ändert sich konkret?
Die Hauptneuheit ist, dass wir in diesem Jahr keinen festen Programmrahmen mit Seminarcharakter haben werden. Wir laden zu einer eintägigen offenen Veranstaltung mit einem bunten Strauß von Angeboten auf unserem Betriebsgelände ein, die kostenlos und barrierefrei für Jung und Alt zugänglich ist. Es wird einen Markt der Ideen geben, auf dem lokale und überregionale Initiativen und Organisationen ihre Arbeit für Klimaschutz und Energiewende präsentieren, und der Raum für Austausch und Vernetzung bietet.
In unserem Neubau zeigen wir mehrere Ausstellungen, zum Beispiel eine über die Entstehung unserer Solarparks. Über den Tag verteilt bieten wir ein frei zugängliches Bühnenprogramm mit Vorträgen und kleinen Diskussionspanels an. Auch für Kinder wird es ein abwechslungsreiches, interaktives Angebot geben und natürlich erwartet unsere Gäste ein vielfältiges gastronomisches Angebot zu fairen Preisen.
Worauf können sich die Besucher:innen noch freuen?
Im vergangenen Jahr sind die Führungen zu unseren Energieanlagen auf großes Interesse gestoßen. Deshalb werden wir auch in diesem Jahr Führungen zum Windpark Rohrenkopf, immer noch der höchstgelegene Windpark Deutschlands, und zum Solarpark Fröhnd, dem steilsten Solarpark Deutschlands, anbieten. Wir geizen nicht mit Superlativen, aber diese Anlagen sind wirklich sehenswert. Auch Spaziergänge zu den Nahwärmeanlagen in Schönau sind wieder auf dem Programm. Spannend ist darüber hinaus eine Ausstellung anlässlich des 40. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl.
Ist eine Anmeldung erforderlich?
Damit wir gut planen können, ist eine Anmeldung für die Workshops und Führungen tatsächlich notwendig. Für die Veranstaltung selbst wünschen wir uns ebenfalls eine Anmeldung, damit wir abschätzen können, wie viele Menschen kommen werden. Diese ist aber keine Voraussetzung fürs Kommen. Alle Anmeldungen können ganz einfach über ein Online-Formular vorgenommen werden.