Traktor auf Demo vor Siegessäule in Berlin, Plakat
#KlimagerechtigkeitJetzt

Die Agrar-Proteste zeigen auch eine wachsende Entfremdung zwischen Stadt und Land. Wir stellen Menschen vor, die die Seiten wieder annähern wollen.

In Bewegung zwischen Stadt und Land

Schon seit vielen Wochen gehen Landwirtinnen und Landwirte auf die Straße. Sie fordern, dass Agrardiesel- und Kfz-Steuervergünstigungen nicht gestrichen werden. Hinter dem Unmut, der sich in den Protesten Ausdruck verleiht, steckt aber viel mehr: Der Preisverfall bei landwirtschaftlichen Produkten, steigende Preise für Futtermittel, Dünger und Energie, unklare agrarpolitische Rahmenbedingungen. Und nicht zuletzt die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung.

Im Raum Freiburg machen sich bereits seit einigen Jahren diverse Initiativen und Verbände dafür stark, die Spirale aus Preisdruck, Massenproduktion, Dünger- und Pestizideinsatz in der Landwirtschaft sowie aus langen Lieferwegen, schlechtem Kantinenessen und miserabler Klimabilanz in den Bereichen Transport, Ernährung und Gastronomie zu durchbrechen. Mit mal mehr und mal weniger Erfolg, jedenfalls beharrlich und nachdrücklich, setzen sie sich für eine Regionalisierung der Landwirtschaft ein und für einen verbesserten Austausch zwischen Stadt und Land.

Wir wollten von einigen dieser Aktivist:innen und Netzwerker:innen wissen, wie sie die aktuellen Bauernproteste bewerten, wie sie das Verhältnis von Stadt und Land sehen und welche konkreten Ziele sie verfolgen, um mehr Gerechtigkeit in der Landwirtschaft, in der Ernährungswirtschaft und im Klimaschutz zu verankern. 

Der Bio-Landwirt: Mit dem Fahrrad neben Traktoren

Um den Agrardiesel, der aktuell die Bauern auf die Straßen treibt, geht es der Familie Binder vom Lindenbrunnenhof in Forchheim am Kaiserstuhl nicht. Bei den aktuellen Bauernprotesten ist man dennoch mit dabei, wenn auch mit gemischten Gefühlen. Denn: Klimaschädliche Subventionen zu erhalten, das kann mit Blick auf die Zukunft tatsächlich nicht die Lösung sein. Während also Konvois von schweren, brummenden Traktoren die Straßen verstopfen, zieht Florian Binder zu Rad mit in den Protest, auch, um ein Zeichen zu setzen.

«Das System läuft in die falsche Richtung», ist der Bio-Landwirt überzeugt. «Natürlich wollen wir keine klimaschädlichen Subventionen. Doch mit der Streichung der Agrardieselsubvention wird keine Richtungsänderung angezeigt. Stattdessen wird nur die Durstrecke der Bauern verkürzt, bevor diese kapitulieren müssen.» Ausschließlich zu kürzen und zu streichen, führe nicht weiter. Es müsse schon eine Perspektive aufgezeigt werden: «Für mich, als Nachfolger in einem kleinen Bioland-Betrieb mit regionaler Direktvermarktung, stellt sich die Frage: Haben wir noch einen Auftrag von der Politik und ganz besonders von der Bevölkerung, weiterhin Lebensmittel zu produzieren?»

Eine zentrale Herausforderung der kleinstrukturierten Landwirtschaft sei es, sich vom Wachstumszwang in unserem marktwirtschaftlichen System zu distanzieren und mit einer begrenzten wirtschaftlichen Kraft weiterzubestehen. Gerade in der Lebensmittelproduktion, welche enorme Einflüsse auf Gesundheit, Umwelt, Klima und soziale Gerechtigkeit habe, brauche es Rückenwind für gesellschaftlich sinnvolle – anstatt rein ökonomische – Betriebsausrichtungen.

Auf dem Lindenbrunnenhof wird viel von Hand gearbeitet, auch um die Vielfalt der insgesamt rund 150 Kulturen zu bedienen, die jedes Jahr hier angebaut werden. Der Hof setzt zudem auf Kreislaufwirtschaft, eine schonende Bodenbearbeitung, Humusaufbau, Mulchen, Einsatz von Nützlingen und Blühstreifen. Währenddessen stellen Regularien und Zeit fressende Bürokratie immer wieder Hürden dar. Denn diese seien oft auf große Betriebe zugeschnitten, würden jedoch den kleinen nahezu in gleichem Maße übergestülpt. 

«Wir brauchen ein grundlegendes Umdenken, was unser Ernährungssystem angeht.»

Florian Binder, Bio-Bauer, Lindenbrunnenhof

Ein Beispiel: Kleine landwirtschaftliche Betriebe wenden eine Umsatzsteuerpauschalierung an. Danach berechnen Landwirte eine pauschale Umsatzsteuer für ihre Produkte. Im Gegenzug wird die Umsatzsteuer auf betrieblichen Einkäufen nicht vom Finanzamt zurückerstattet. Neben einem Abbau von Bürokratie ermöglicht diese Regelung kleinen Betrieben, sich dem Wachstumszwang zu entziehen. «Für wirtschaftsstarke Investitionsbetriebe macht die Pauschalierung wenig Sinn, da stattdessen die Umsatzsteuer auf Betriebsausgaben geltend gemacht wird. Kleinere Betriebe, die weniger in Wachstum investieren, konnten dagegen bisher von der Pauschalierung profitieren», erklärt Florian. Dieser Pauschalsteuersatz ist jedoch ab 2022 von 10,7 auf 9,5 , im Jahr 2023 von 9,5% auf 9% gesunken und beträgt nun im Jahr 2024 noch 8,4%  - also weniger Einnahmen von 2,3 %, während in allen Branchen die Löhne in den vergangenen Jahren sukzessiv gestiegen sind.

«Viele Landwirte», glaubt Florian Binder, «sehen sich früher oder später gezwungen, das ökologische Soll unter den Tisch zu kehren, um weiter wirtschaftlich arbeiten zu können. Deshalb brauchen wir, was unser Ernährungssystem angeht, ein grundlegendes Umdenken. Und da ist jeder von uns gefragt.»

Die Netzwerkerin: Landwirtschaft und Gastronomie zusammenbringen

Das Ziel ist ambitioniert: Mitten in Freiburg soll ein HOF für Ernährung und AgriKultur entstehen, um der Ernährung und alle ihren Facetten ein Zuhause zu geben. Die Initiator:innen wollen den Ort nutzen, um regionale Strukturen zu fördern, Wissen auszutauschen und zu vermitteln und Netzwerke zu regionaler Ernährung auszubauen.

Lea Bartels ist für die inhaltliche Projektleitung des HOF zuständig. «Nach einer langen Anlaufphase mit einigen Rückschlägen wird das HOF jetzt hoffentlich endlich einen ersten Ort bekommen», freut sich die studierte Umweltwissenschaftlerin und Geographin mit dem Schwerpunkt «Zukunftsfähige Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft». Was als «House of Food» schon vor einigen Jahren an den Start gegangen war, wird nun zwar erst einmal kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Zugesagte finanzielle Mittel waren kurzfristig nicht freigegeben worden, das zunächst gewünschte große Gebäude wäre zu teuer geworden, jetzt wird es ab voraussichtlich Frühjahr ein kleines. «Wichtig ist aber, dass wir jetzt starten können», so Bartels, «denn wir brauchen den Austausch zwischen Landwirtschaft und Gastronomie.»

«Im Umfeld des HOF gibt es ein breites Netzwerk von Landwirt:innen bis zu Gastronom:innen, die auch ganz konkret zusammenarbeiten», berichtet sie, «um längerfristig arbeiten zu können, benötigen wir aber einen Ort, an dem wir Neues ausprobieren, wo wir Fortbildungen für die Gastronomie anbieten und Netzwerktreffen abhalten können.»

«Wir brauchen den Austausch zwischen Landwirtschaft und Gastronomie.»

Lea Bartels, Projektleiterin HOF

Wo, wenn nicht in der Gastronomie, ist dieser Wunsch nachvollziehbar? Wer will schon theoretisch kochen und speisen? «Natürlich hilft es uns, dass wir neben dem Schulungs- und Seminarraum, in dem die Aus- und Fortbildungen rund um Lebensmittel stattfinden werden, auch eine Gastronomie haben werden», ist sich Bartels sicher. «Wenn hier Leute aus der Lebensmittel-Erzeugung, der Verarbeitung und Konsument:innen zusammenkommen,  um gemeinsam zu lernen, dann findet die praktische Umsetzung des Erlernten am besten in der Küche statt.»

Hier soll mutig experimentiert werden, wie Freiburg die notwendige Ernährungswende vollziehen und dabei das vorhandene Potenzial der Region nutzen kann. Die Rahmenbedingungen dafür sind gut. Der Freiburger Ernährungsrat bildet gleichermaßen ein organisatorisches Gerüst wie ein umfangreiches Netzwerk. Und in den Arbeitsgruppen des HOF treffen sich Startups aus der Region, Bio-Landwirt:innen, Gastronom:innen, Verbände sowie Aktivist:innen und Unternehmen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen. Die EWS ist als Partnerin dabei, um das Themenfeld Landwirtschaft und Energieerzeugung mit zu gestalten.

Der Agronaut: Rollentausch zwischen Stadt und Land

«Es hat sich über die Jahre viel Frustration und Wut bei den Bäuerinnen und Bauern aufgebaut», beobachtet Peter Volz von der Forschungsgesellschaft Die Agronauten, «obwohl hierbei natürlich völlig unterschiedliche Akteure unter einem Label laufen, denn die Agrarholding – Bauer wäre hier das falsche Wort – und die Kleinbäuer:innen trennen Welten.» Der Mitgründer der Agronauten arbeitet seit Jahren in verschiedenen Projekten zu regionalen und nachhaltigen Versorgungssystemen in Deutschland, Europa und Südasien. Für ihn kommt der aktuelle Protest nicht überraschend. «Das System, welches nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt wurde, hat die Bauern zu mehr Produktivität, mehr Bürokratie und vor allem zu Abhängigkeit getrimmt – eine schwierige Situation für die Bauernschaft, die natürlich schon eine lange Geschichte hat, um sich ihre Freiheit zu erkämpfen. Diese Abhängigkeit von Subventionen sind an Auflagen geknüpft, diese werden politisch – also von Parteien, Parlamenten, Funktionären etc. – entschieden. Wenn dann Kehrtwendungen stattfinden und andere Prioritäten gesetzt werden, etwa für mehr Tierwohl oder besseren Bodenschutz, fühlen sich viele betrogen, schließlich wurde ihnen vorher etwas anderes geraten.»

Der Mitbegründer des AgriKultur Festivals Freiburg interessiert sich besonders für das Verhältnis von Kultur, Landwirtschaft und Ernährung. Dieses Verhältnis sei mehr und mehr zu einem Missverhältnis geworden, analysiert Volz. «Denn die wenigen Akteure im Handel – 75 Prozent Marktmacht von vier Handelskonzernen – machen den Gewinn. Für viele Landwirte gibt es viel Arbeit und Druck und wenig Stundenlohn – vor allem, wenn man als Produzent nicht mit Skalenökonomie-Effekten punkten kann. Deswegen finde ich, dass es aktuell nicht primär um Diesel geht, sondern um Würde, Respekt und Sinn. Das Forum Pro Schwarzwaldbauern hat das in einem gerade veröffentlichten Brief gut dargestellt.»

Der Sozialwissenschaftler, der seinen Master in Environmental Governance in Freiburg gemacht hat, richtet seinen Blick auf Ernährungsgerechtigkeit, Agrarökologie und Ernährungssouveränität. Und will Veränderungen gestalten und durchsetzen. «Generell interessieren mich immer positive Vorschläge mehr als einfach nur Wutbekundungen. Denn einfach nur weiter so geht nicht. Das kam leider bei den Protesten oft etwas kurz. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft hat mit ihrem 6-Punkte Plan ein solches positives Angebot gemacht. Die Wut vieler Bauern ist berechtigt, die wichtigen Punkte zur Änderung ihrer Situation sind größerer Natur: Die Landwirtschaft ist ein besonders wichtiger Sektor, der Gemeingüter verwaltet, was nicht mit einer neoliberalen Logik kombinierbar ist. Zugang zu Land muss ermöglicht werden, Landspekulation müssen unbedingt verhindert werden, die Jungbäuerinnen und -bauern brauchen eine Perspektive. Die Leistungen, welche die Landwirtschaft für die Gesellschaft erbringt ­– dazu gehört auch die Resilienz – müssen endlich vernünftig honoriert werden. Landwirte müssen nicht nur Rohstofflieferanten sein, stattdessen liefert die Idee einer bäuerlichen Landwirtschaft, die in die Gesellschaft so regional wie möglich integriert ist, einen Gegenentwurf. Denn neben dem lokalen Bezug und dem verantwortungsvollen Umgang mit allem Lebendigen bringt sie die Kultur wieder in die AgriKultur, da sehe ich auch die Würde. Dann würden wir allerdings nicht mehr Milch zu Dumpingpreisen bei Lidl, Aldi und Co. kaufen.» 

«Ich finde, dass es aktuell nicht primär um Diesel geht, sondern um Würde, Respekt und Sinn.»

Peter Volz, Sozialwissenschaftler, AgriKultur Festival

Die Gesellschaft müsse, da ist sich Volz sicher, mit den Bäuerinnen und Bauern in einen fairen Dialog treten, «denn wir brauchen sie als Partner:innen für möglichst lokale Versorgungssysteme.» Ein solcher Dialog wird immer wieder beim AgriKultur Festival in Freiburg geführt. «Wir haben diesmal einen der erfahrensten Kenner der Landwirtschaft in Deutschland eingeladen, den Bauern und Wissenschaftler Onno Poppinga, der eine Analyse der Proteste vornimmt und Vorschläge zur Lösung unterbreitet», wirbt Volz für das Festival, das dieses Jahr vom 19. bis 21. Juli stattfindet. «Ich lebe selber im Schwarzwald und habe viel Austausch mit Bäuerinnen und Bauern – das Stadt-Land-Verhältnis ist definitiv ein Thema. Hier ist ein kultureller Graben, der nicht zu unterschätzen ist. Leider gibt es zu wenig Berührungspunkte, viele Vorurteile. Beim AgriKultur Festival planen wir ein Theaterstück zu machen, bei der sowohl die Städter und die Bauern eingeladen sind mitzuspielen, auch gerne mal im Rollentausch. Interessierte können sich gerne melden. Überhaupt hilft uns die Kultur, um diese Konflikte zu adressieren.»

Der Stadtwinzer: Wenn Städter in die Reben gehen und das Weingut in die Stadt zieht

Verständlich findet auch Andreas Dilger den Frust der Landwirte und Landwirtinnen. «Ich weiß, dass es viele Betriebe schwer haben, dass sie überall den zunehmenden Preisdruck spüren – vom Einkauf der Produktionsmittel bis hin zum Vertrieb.» Doch dass auch die Verbände und Lobbyisten jetzt über die Not der Landwirte klagen, dafür hat der Freiburger Biowinzer kein Verständnis. «Alle klagen darüber, dass immer mehr kleine Betriebe schließen müssen. Aber seit Jahrzehnten tut niemand etwas gegen diese Entwicklung. In den aktuellen Protesten fehlt mir vor allem eines: eine Vision.»

Auch den in den Protesten aufflackernden Konflikt zwischen Stadt und Land nimmt Dilger wahr. «Natürlich gibt es eine Entfremdung zwischen Stadt und Land, aber sie wird auch immer aufs Neue konstruiert. Gerade so, als gäbe es zwischen Stadt- und Landleben keine Verbindungen. Vor 50, 60 Jahren hatte noch die Hälfte der Bevölkerung irgendwie mit Landwirtschaft zu tun, direkt oder indirekt auf Märkten, im Einkauf, in der Verarbeitung. Heute sind das nur noch wenige Prozente der Menschen.»

Wie es anders geht, hat der quereingestiegene Winzer schon in unterschiedlicher Art und Weise vorgemacht. Er hat das AgriKultur Festival mit ins Leben gerufen, hat die Idee zu einem HOF (House of Food) entwickelt – immer im Team, immer über die Stadt-Land-Grenzen hinausgehend. Sein Weingut liegt mitten in Freiburg, in früheren Räumen der Verkehrsgesellschaft. Nebenan basteln die Freunde der Freiburger Straßenbahn an nostalgischen Waggons. In benachbarten Räumen werden einerseits Wein gelagert und verkauft, Schnaps gebrannt und Flaschen in Regalen gestapelt und finden andererseits Ausstellungen und Lesungen, politische Veranstaltungen und Konzerte statt. Schon so trifft urbanes auf Landleben. 

«Wer selbst mal in den Reben war, gewinnt eine Vorstellung davon, wieviel Arbeit in der Produktion einer Flasche Wein steckt.»

Andreas Dilger, Bio-Winzer

«Viele Kunden würden wahrscheinlich nicht aufs Land kommen, um ihren Wein zu kaufen», schätzt Andreas Dilger, «aber hier, mitten in der Stadt, kommen sie nach dem Einkauf, nach dem Marktbesuch oder auf dem Nachhauseweg auch gerne mal spontan vorbei.» Diese enge Bindung von Produzenten und Konsumenten ist auch Ausdruck des neuesten Projektes, das im Weingut Andreas Dilger entwickelt wurde: der Solidarische Weinberg. «Das Konzept des Solidarischen Weinbergs, wie insgesamt der Solidarischen Landwirtschaft, bringt Konsument*innen und Produzent*innen zusammen», so Dilger, «bei dieser Form der Partnerschaft werden sowohl die Verantwortung als auch die Erträge geteilt.» Wer Mitglied eines Solidarischen Weinbergs ist, zahlt monatlich eine feste Summe ab 30 Euro und erhält dafür als Gegenwert die entsprechende Menge Wein. Anders als in anderen Projekten der Solidarischen Landwirtschaft ist bei dem Projekt in Freiburg Mitarbeit jedoch nicht verpflichtend. «Wir bieten aber regelmäßig an, mitzumachen, bei der Weinlese, aber auch zwischendrin mal», beschreibt der Winzer das eher lockere Konzept. «Wer selbst mal in den Reben war, gewinnt eine Vorstellung davon, wieviel Arbeit in der Produktion einer Flasche Wein steckt.»

Das solidarische Prinzip zwischen Konsument*innen und Produzent*innen hat noch einen weiteren Gewinner: die Biodiversität. «Wir haben am Mühlebuck, wo einer unserer Solidarischen Weinberge liegt, einen alten Terrassenweinberg wieder reaktiviert», beschreibt Andreas Dilger das Vorgehen. «Weil auf den Flächen schon länger kein intensiver Weinbau betrieben wurde, sind sie sehr artenreich. Wir wollen die Biodiversität bewahren und sehr vorsichtig den Bioweinbau einführen. Dazu pfropfen wir robuste und dem veränderten Klima angepasste, rote Piwi-Rebsorten auf die vorhandenen Rebstöcke auf.» So wird nachhaltiger Weinbau nicht nur umgesetzt, sondern solidarisch getragen – und dies von Menschen aus der Stadt wie auch vom Land.

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