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Schönau, den 25.09.2026

Preise für innovative, grüne Geschäftsideen

8. Verleihung der MakeItMatter-Awards in Freiburg

Im Rahmen des GreenTech Capital Forums in Freiburg wurden am Donnerstag zum 8. Mal die MakeItMatter-Awards verliehen. Platz eins ging an das Start-up LIGARO aus Hannover, auf Platz zwei folgt Qurie aus Freiburg. Den dritten Platz belegt ReWorth Blocks aus München.

Wirtschaftliches Engagement ist nur dann zukunftsfähig, wenn Unternehmen mit ihrem Geschäft die planetaren Grenzen respektieren. Aus dieser Überzeugung heraus verleihen die EWS Elektrizitätswerke Schönau eG in diesem Jahr bereits zum 8. Mal die MakeItMatter-Awards. Die Preise fördern Start-ups mit besonders innovativen, klugen und gleichzeitig nachhaltigen Geschäftsideen. Dabei legen die EWS weiterhin Wert auf den Triple Impact.

Das bedeutet, dass neben der ökonomischen und ökologischen Wirksamkeit auch der soziale Aspekt der Transformation mitgedacht wird. Die EWS stellten insgesamt ein Preisgeld in Höhe von 32.500 Euro zur Verfügung.

«Die Wirtschaft soll zuallererst den Menschen dienen. Die Grundlage unserer Existenz ist dieser Planet und es ist für uns alle unverzichtbar, diesen für uns und unsere Nachkommen lebenswert zu erhalten. Dieses Wissen sollte die Grundlage für jede wirtschaftliche Aktivität sein. Mit den MakeItMatter-Awards wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass diese Grundhaltung den notwendigen Eingang in unsere Wirtschaftswelt findet», sagt EWS-Vorstandsmitglied Alexander Sladek.

Die Preise wurden im Rahmen des von smart green veranstalteten GreenTech Capital Forums verliehen. smart green begann 2014 als einer der ersten Hubs für grüne Start-ups und ist heute ein deutschlandweit führender Anbieter für den Technologietransfer von Wissenschaft in Geschäftsmodelle, Start-ups und Unternehmen.

Platz 1:  LIGARO – fossilfreie und ungiftige Klebstoffe

LIGARO wurde 2026 von Florentine Adams, Joana Kappes und Mona Körding in Hannover gegründet. Die drei Frauen wollten sich nicht damit abfinden, dass industrielle Klebstoffe, zum Beispiel für Baustoffe, Möbel oder Verpackungen, bis heute zum großen Teil aus Erdöl hergestellt werden und darüber hinaus je nach System krebserregendes Formaldehyd enthalten können. Sie entwickelten mit ihrem Team Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen, die fossilfrei hergestellt werden und industriell einsetzbar sind. Die Gründerinnen haben für ihre Lösungen zwei Patentanmeldungen eingereicht.

«Bis jetzt ist Holz verarbeitetes Holz, zum Beispiel für Möbel, wegen der verwendeten konventionellen Klebstoffe nicht recyclebar. Unser großes Ziel ist es, mit den von uns entwickelten Klebstoffen verarbeitetes Holz vollständig recyclebar zu machen. Das Preisgeld werden wir dafür verwenden, eine größere Menge unseres Klebers herzustellen und bei unseren ersten Kunden vor Ort im Arbeitsumfeld umfassend zu testen», sagt Joana Kappes von LIGARO.

Platz 2: Qurie – nachhaltige Kältetechnik

Das junge Unternehmen Qurie hat eine neue Generation der Kältetechnik entwickelt, die ohne klimaschädliche Kältemittel auskommt. Dafür nutzen die Gründer:innen elektrokalorische Materialien, zumeist spezielle Keramiken oder Polymere. Diese verändern ihre Temperatur unter dem Einfluss von elektrischen Feldern. Auf diese Weise werden Temperatursysteme effizienter, leiser und nachhaltiger. Die Elektrokalorik kann zum Heizen und Kühlen verwendet werden und Qurie ist angetreten, diese zu einer weltweit führenden Technologie für Klimaanlagen und Wärmepumpen zu entwickeln. Das Unternehmen wurde 2026 mit einem neunköpfigen Team aus dem Fraunhofer IPM in Freiburg heraus gegründet.

«Wir wollen mit unserer Technologie den Wärme- und Kältemarkt revolutionieren. Die herausragende Neuerung ist es, dass wir den Kompressor überflüssig machen, indem die Kälte oder Wärme direkt elektrisch erzeugt wird. Das macht den Prozess wesentlich effizienter, leiser und nachhaltiger», sagt Dr. Christian Vogel, CEO von Qurie.

Platz 3: ReWorth Blocks

ReWorth Blocks aus München setzt mit seiner ressourceneffizienten Lösung im Bausektor an. Das junge Team, bestehend aus Antonia Oschmann, Esther Heyse und Oskar Leibnitz, hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Bauphysik einen Porenbetonblock entwickelt, der zu mehr als 40 Prozent aus mineralischen Bauabfällen besteht. Der sogenannte ReBlock hat eine hohe Dämmleistung und ist für den tragenden und nicht tragenden Wandbau konzipiert. Die Mission der Gründer:innen ist es, im Bausektor die Kreislaufwirtschaft zu etablieren, um die endlichen Ressourcen nicht zu verschwenden. Gleichzeitig sind die Bausteine von ReWorth erschwinglich und einfach in bestehende und bewährte Bauprozesse integrierbar.

«Was heute als Bauschutt gilt, ist für uns Rohstoff: Aus gemischten mineralischen Abbruchfraktionen stellen wir Leichtbausteine her. Damit entsteht im Hochbau eine Wertschöpfungskette, die es bisher nicht gab», sagt Esther Heyse, CEO von ReWorth Blocks.

Medien

Gruppenfoto von sieben Personen

Verleihung der MakeItMatter-Awards

V.l.n.r.: Dr. Kilian Bartholomé (Qurie), Esther Heyse (ReWorth Blocks), Antonia Oschmann (ReWorth Blocks), Joana Kappes (LIGARO), Dr. Christian Vogel (Qurie), Julia Busch (EWS), Armin Komenda (EWS)

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