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Photovoltaik

Fragen zur Photovoltaik?

Hier finden Sie Antworten zu Fragen rund um das Thema Photovoltaik und Hintergrundinformationen zu unserer Solarflächensuche.

    • 117 GWp von 400 GWp PV-Leistung installiert

      Mithilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) konnte die Photovoltaik-Technik seit Beginn des neuen Jahrtausends weiterentwickelt, beträchtliche Technologie-Preissenkungen erreicht und die in Deutschland installierte Photovoltaik-Leistung auf etwa 117 Gigawattpeak (GWp) im Jahr 2025 gesteigert werden. Ein beachtlicher Erfolg, jedoch gibt es noch viel zu tun. Denn um eine vollständig auf Erneuerbaren Energien basierende Stromversorgung in Deutschland zu ermöglichen, werden rund 283 weitere GWp an Photovoltaikleistung benötigt.

    • Flächen nutzen, Ausbau stark beschleunigen

      Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir den Zubau von Photovoltaik stark beschleunigen. Während die Zubauraten von 2010 bis 2012 noch eine schnelle und klimaverträgliche Energiewende ermöglichten, wurde der Zubau ab 2013 deutlich reduziert.

      Die schnelle Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung ist so wieder in weite Ferne gerückt. Um diesen Trend umzukehren, müssen möglichst viele der vorhandenen Potenziale in den kommenden Jahren erschlossen werden. Neben der Nutzung von Dachflächen werden künftig auch auf Freiflächen errichtete Photovoltaikanlagen einen zunehmenden Beitrag leisten.

    • Ausreichend Flächen vorhanden – ohne nennenswerte Nutzungskonkurrenzen

      In Deutschland ist noch genug Fläche für PV vorhanden. Um die noch ausstehenden 283 GWp PV-Leistung errichten zu können, werden bei einem Flächenverbrauch von 1,0 Hektar je MWp etwa 0,28 Mio. Hektar Fläche benötigt. Dies entspricht 0,80% der Gesamtfläche Deutschlands oder 1,70 % der bundesweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Da auf 78 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche keine Nahrungsmittel, sondern v.a. Futtermittel und Energiepflanzen angebaut werden, ist der PV-Ausbau ohne nennenswerte Flächenkonkurrenzen zur Nahrungsmittelproduktion möglich.

      Freiflächen spielen eine zentrale Rolle beim Ausbau

      Werden Solaranlagen auf Dachflächen errichtet, reduziert sich der Bedarf für Freiflächenanlagen entsprechend, jedoch haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass die Potenziale in der Praxis nicht wie erhofft ausgeschöpft werden und der tatsächliche PV-Ausbau auf Dachflächen nicht ausreicht. Das kann technische Gründe haben (z.B. Dachstatik), aber auch energiepolitische Hemmnisse, Interessenskonflikte (z.B. Mieter-Vermieter-Dilemma) – und nicht zuletzt spielt auch je nach Kontext die fehlende Wirtschaftlichkeit eine Rolle.

      Wenn wir das Erreichen der Pariser Klimaziele ernst nehmen und eine Demokratisierung der Energieversorgung vorantreiben wollen, ist es jedoch nötig, möglichst viel des jetzt verfügbaren und nutzbaren Potenzials zu aktivieren – die EWS streben daher an, den PV-Ausbau auf Freiflächen in den kommenden Jahren verstärkt voranzutreiben.

    • Nein, ganz im Gegenteil

      Studienergebnisse zeigen, dass Freiflächenanlagen einen großen Beitrag für die regionale Biodiversität leisten und als Rückzugsraum für diverse Tier- und Pflanzenarten fungieren können. Etwa 99 % der Fläche bleiben als Grünland unversiegelt – und artenarme Agrarflächen, Deponien oder vorbelastete Konversionsflächen werden durch die Umwandlung in Solarparks eine deutliche ökologische Aufwertung erfahren. Die zusätzliche Einsaat von Wildpflanzenmischungen, behutsame Grünpflege und/oder Schafbeweidung lassen Biotop-Solarparks entstehen.

      Ob und inwieweit durch die Errichtung von Freiflächenanlagen eine Flächenkonkurrenz (landwirtschaftlich, ökologisch) vorliegt, analysieren und bewerten die EWS individuell je Einzelfall. Grundsätzlich nehmen die EWS bei jedem Solarprojekt eine sorgfältige Abwägung vor, wie eine ökologisch sinnvolle Flächennutzung unter Wahrung aller berechtigten Interessen umgesetzt werden kann.

    • Im Gegenteil – die Sicherheit ist durch PV sogar gestiegen

      Solarstrom reduziert  die Versorgungssicherheit nicht. Die Versorgungssicherheit ist seit dem Jahr 2006 parallel zum Ausbau der Photovoltaik sogar gestiegen. Investitionen in Ertüchtigung, Verstärkung und Ausbau der Verteil- und Übertragungsnetze haben zu dieser Entwicklung beigetragen.

    • Ja, jedoch ohne relevante Ertragseinbußen

      Eine gewisse Verschmutzung durch äußere Einflüsse lässt sich nicht vermeiden. Da Regen die Module wiederkehrend reinigt, bewirkt die Verschmutzung übers Jahr gesehen jedoch keine nennenswerten Ertragseinbußen. Existieren nahe Staubquellen (z.B. Steinbrüche o. Ä.) oder herrscht am Anlagenstandort besondere Trockenheit, empfiehlt sich eine gelegentliche Reinigung der Module.