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Unser Förderprogramm

Förderung für Batteriespeicher

Die Kraft der Sonne speichern und teilen

Wir fördern die dezentrale Energieerzeugung – mit neuen nachhaltigen, netzdienlichen und effizienten Speicherlösungen. So bringen wir gemeinsam die Integrierbarkeit von selbst erzeugtem Strom und damit eine konsequente Bürgerenergiewende voran.

Linienhaft gehaltene Illustration eines Häuschens mit Solarmodulen auf dem Dach, unten vor dem Haus erscheint ein Batteriesymbol in weißem Kreis.

Zukunftsfähige Batteriesysteme für eine erfolgreiche Energiewende

Lokale Speicher leisten einen wichtigen Beitrag für die nötige Flexibilisierung unseres Energiesystems – aber nur, wenn sie sich intelligent in die gemeinsame Energieversorgung integrieren lassen.

Daher beschränken wir unsere Förderung auf prognosefähige und damit potenziell netzdienliche Batterielösungen. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Aspekte der Nachhaltigkeit und Effizienz, die wir – ebenso wie das Kriterium der Netzdienlichkeit – unten auf dieser Seite im Abschnitt «Was genau wir fördern»  ausführlich erläutern.

Mit einem einmaligen Betrag von 200 € aus unserem Förderprogramm «Sonnencent» möchten wir Sie dazu ermutigen, Ihren selbst erzeugten Strom mit einem eigenen Batteriespeichersystem effizienter und flexibler zu nutzen – und gleichzeitig die Energiewende voranzubringen.

Voraussetzungen für eine Förderung

  • Sie beziehen Strom von den EWS und betreiben den zu fördernden Batteriespeicher selbst.
  • Ihr Speicher ist bei Antragstellung noch nicht im Betrieb.
  • Ihre Speicherlösung ist entsprechend unserer Förderrichtlinien netzdienlich und nachhaltig.
  • Sie haben sich anhand der Publikation «Stromspeicherinspektion» zum Thema Effizienz informiert.

Die Details zu den Förderkriterien finden Sie auch im Abschnitt «Was genau wir fördern».

So geht´s

  • Sie teilen uns per Online–Antrag Ihre EWS-Vertragsnummer und Informationen zum geplanten Speicher mit.
  • Bei Erfüllung der genannten Kriterien erhalten Sie innerhalb von vier bis sechs Wochen eine Förderzusage.
  • Sie bestätigen die Inbetriebnahme der Anlage durch Vorlage einer Registrierungbestätigung.
  • Nach Prüfung der Registrierung überweisen wir Ihnen nach etwa vier bis sechs Wochen den Förderbetrag.

 

    • Wir fördern Kunden, die ein Batteriesystem gemäß unserer Förderrichtlinien betreiben möchten

      Sie können einen Förderantrag stellen, wenn Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung

      • als Kundin oder Kunde der EWS Strom bei uns beziehen,
      • Ihren Batteriespeicher selbst betreiben möchten und
      • Ihr Batteriesystem noch nicht in Betrieb genommen haben.

      Falls Sie noch keinen Strom bei den EWS beziehen, können Sie sich hier über unseren Ökostrom und seine Herkunft informieren und schnell und kostenlos zu den EWS wechseln.

      Sie erhalten einen Förderbetrag von 200 €

      Wir fördern – sofern unsere Förderkriterien erfüllt sind – einmalig die Anschaffung eines Batteriespeichers mit einem Zuschuss von 200 €.

      Kombination mit Förderung einer Photovoltaik-Anlage möglich

      Zusätzlich zur Batterieförderung können Sie auch eine PV-Förderung aus unserem Förderprogramm erhalten. Nähere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite Förderung für Photovoltaik-Anlagen.

      Kürzungen oder Streichungen vorbehalten

      Die Förderung ist davon abhängig, dass in unserem Fördertopf ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht daher nicht.

    • Wir fördern nachhaltige, netzdienliche und effiziente Batteriesysteme

      Wir fördern die Anschaffung Ihrer Batterie, wenn die nachfolgenden Förderkriterien erfüllt sind:

      1. Nachhaltigkeit: Wir fördern aus ethisch-sozialen Gründen ausschließlich Batteriesysteme, die auf die vermeidbaren kritischen Inhaltsstoffe Blei und Kobalt verzichten.
      2. Netzdienlichkeit: Wir fördern, um die Integrierbarkeit Ihres Speichersystems in die allgemeine Stromversorgung zu optimieren, nur Batterien mit einem prognosefähigen Energiemanagementsystem.
      3. Effizienz: Wir gehen davon aus, dass Sie sich vor dem Batteriekauf mit der «Stromspeicherinspektion» über die Energieeffizienz der angebotenen Speichersysteme informiert haben.

      Mehr zu diesen Kriterien finden Sie in den folgenden Abschnitten oder – etwas ausführlicher – in unseren Förderrichtlinien.

      Noch ein Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in Bezug auf spezifische Batterielösungen keine weitergehende Beratung durchführen können. Bitte wenden Sie sich dazu an entsprechende Installationsbetriebe in Ihrer Nähe.

    • Wir fördern ausschließllch Batterien, die weder Blei noch Kobalt enthalten

      Die Nachhaltigkeit von Batterien zu bewerten, ist schwierig: Noch gibt es dazu keine übergreifenden Studien oder Testberichte führender Institute – und auch kein etabliertes Siegel, das Aufschlüsse über die Umweltverträglichkeit von Speichern oder die Produktionsbedingungen erlauben könnte.

      Um Ihnen hier Orientierung bieten zu können, stehen wir im stetigen Austausch mit Universitäten, Testinstituten und Branchenverbänden. Weil der Weg zu einem Bewertungssystem oder einer Zertifizierung jedoch noch weit zu sein scheint, haben wir zunächst unsere Minimalanforderung in puncto Nachhaltigkeit definiert: Wir fördern keine Batterietypen, die Blei oder Kobalt enthalten.

      Warum kein Blei?

      Blei gefährdet als Schwermetall die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze und reichert sich in der Umwelt – also in der Nahrungskette – an. Zwar kann Blei aus Altbatterien gut recycelt werden. Dennoch landet immer noch zu viel Blei auf Deponien im Ausland, wo es Mensch und Umwelt vergiftet.

      Aus diesen Gründen beurteilt das Umweltbundesamt Blei in einer Rohstoffstudie als äußerst kritisch. Die Förderung von Blei-Säure-Batterien schließen wir daher aus – zumal mittlerweile ein breites Angebot an Alternativen auf dem Markt zu finden ist.

      Warum kein Kobalt?

      Auch Kobalt wird in der Rohstoffstudie des Umweltbundesamtes als ökologisch hochgradig kritisch eingestuft. Dazu kommen ethisch-soziale Aspekte: Denn rund die Hälfte des Kobalts kommt aus dem Kongo, wo die Vorkommen meist von Kleinstunternehmen abgebaut werden – unter Missachtung von Arbeitsschutzstandards sowie von Menschen- und sogar Kinderrechten.

      Bis die Hersteller in der Lage sind, ihre Lieferketten für Kobalt nach ökologischen und sozialen Kriterien plausibel zu überprüfen und offenzulegen, verzichten wir daher auf die Förderung kobalthaltiger Batterien.

    • Wir fördern nur Systeme mit prognosefähigem Energiemanagement.

      Um in unserem gemeinsamen Stromnetz die Stromerzeugung und den Verbrauch flexibel ausgleichen zu können, müssen Speicher entsprechend netzdienlich ausgelegt sein. Wir fördern daher nur Batteriespeicher, die über ein prognosefähiges Energiemanagement verfügen. Ob das von Ihnen vorgesehene System entsprechend ausgelegt ist, können Sie den Online-Produktbeschreibungen oder den Broschüren der Speicheranbieter entnehmen.

      Warum ein prognosefähiges Energiemanagementsystem?

      Herkömmliche, nicht prognosefähige Batteriespeicher können zwar Ertragsspitzen aus den Mittagstunden in die Abendstunden verschieben. Sind solche Speicher aber schon zur Mittagszeit ganz geladen, würden sie die gesamte Erzeugungsspitze bereits mittags ins Netz einspeisen. Der Strom würde dann die Verteilnetze stark belasten und müsste gegebenenfalls sogar abgeregelt werden.

      Eine zukunftsfähige Lösung bieten dagegen netzdienliche Speicher mit einem prognosefähigen Energiemanagementsystem, kurz «EMS» genannt. Ein EMS kann das Verbrauchsverhalten Ihres Haushaltes laufend auswerten und Informationen zur Wetterentwicklung verarbeiten. Das System kann dadurch Verbrauchs- und Wetterprognosen in die Ladestrategie einbeziehen und so effektiv dazu beitragen, Stromangebot und -nachfrage im Netz flexibel auszugleichen.

      Mit netzdienlichen Batteriespeichern in Verbindung mit einem prognosefähigen Energiemanagementsystem ist es also möglich,

      • das Stromangebot auf die Nachfrage abzustimmen,
      • Erzeugungsspitzen und Abregelungsverluste zu vermeiden,
      • die Stromnetze zu entlasten und so
      • auch ohne zusätzlichen Netzausbau deutlich mehr Solarleistung in das Gesamtsystem zu integrieren.
    • Wir möchten Sie dazu ermutigen, sich mit dem Thema «Effizienz» auseinanderzusetzen

      Aus Gründen der Energie- und Ressourceneffizienz ist es bei der Speicherauswahl sinnvoll, auf Batteriesysteme zu fokussieren, die einen hohen Wirkungsgrad aufweisen – Systeme also, denen nach der Speicherung ein möglichst hoher Anteil der produzierten Solarenergie wieder entnommen werden kann.

      Um den Wirkungsgrad und damit die Energieeffizienz von Speichern besser vergleichbar zu machen, hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin gemeinsam mit Experten ein einheitliches Mess- und Bewertungssystem für Batteriespeicher entwickelt. Auf dieser Basis erstellt die HTW jährlich eine «Stromspeicherinspektion», in der sie die Energieffizienz gängiger Batteriesysteme bewertet.

      Wir möchten, dass Sie und die Umwelt von Ihrer Kaufentscheidung profitieren

      Im Vergleich zu früheren Ergebnissen zeigt die aktuelle Inspektion erfreulicherweise, dass viele Hersteller die Effizienz ihrer Produkte verbessern konnten. Es sind also immer mehr Speichersysteme erhältlich, die mit hohen Wirkungsgraden und geringem Standby-Verbrauch überzeugen.

      Von derartigen Systemen profitieren Sie und die Umwelt in besonderem Maße, weswegen wir Sie ermutigen möchten, sich anhand der «Stromspeicherinspektion» über effiziente Speicher kundig zu machen und diese Informationen in Ihre Kaufentscheidung einzubeziehen. Eine Kurzfassung der Studie sowie ein übersichtliches Ranking der verschiedenen Modelle finden Sie auf Seite Vier der Studie, die Sie hier herunterladen können.

    • Erst informieren, dann beantragen, Registrierung zusenden und Förderung erhalten

      • Sie machen sich schlau: Sie informieren sich vor dem Ausfüllen des Online-Antrags anhand des Dokuments  «Stromspeicherinspektion» zum Thema Energieeffizienz bei Batteriespeichern.
      • Sie beantragen online: Bitte halten Sie dafür Ihre Zähler- oder EWS-Vertragsnummer sowie Informationen zu dem von Ihnen vorgesehenen Speichersystem bereit.
      • Wir prüfen und bewilligen: Hierfür benötigen wir etwa vier bis sechs Wochen. Dann erhalten Sie bei Erfüllung der genannten Kriterien eine Förderzusage.
      • Sie bestätigen die Inbetriebnahme: Nach der Installation erhalten Sie von der Bundesnetzagentur eine PDF-Datei zur Registrierung im Marktstammdatenregister, die Sie uns bitte per E-Mail weiterleiten.
      • Wir zahlen den Förderbetrag aus: Wenn Ihre Registrierung vorliegt und die Daten mit Ihrem Antrag übereinstimmen, überweisen wir Ihnen nach spätestens vier bis sechs Wochen den Förderbetrag.

Jetzt die Energiewende voranbringen!

EWS-Vorstand  Sebastian Sladek

Mit unserem Beitrag aus dem Förderprogramm »Sonnencent» möchten wir Sie ermutigen, Ihren selbst erzeugten Strom mit einem eigenen Batteriespeichersystem gezielter und zugleich gemeinschaftsdienlicher zu nutzen. Machen Sie also mit – wir unterstützen Sie gerne und mit kleinstmöglichem bürokratischen Aufwand dabei, durch eine nachhaltige und zukunftsfähige Speicherlösung zur Dezentralisierung der Energiewirtschaft beizutragen und damit die Energiewende in Bürgerhand voranzubringen!

Sebastian Sladek, Vorstand der EWS