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05.02.2026

Where we used to sleep

Filmvorführung im EWS Store

Donnerstag, 05. Februar 2026
19:00–21:30 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos. Vorherige Anmeldung erforderlich.

EWS-Store Freiburg

Bismarckallee 10
79098 Freiburg im Breisgau

Der EWS Store zeigt in Kooperation mit dem Greenmotions Filmfestival den preisgekrönten Dokumentarfilm des deutschen Regisseurs Matthäus Wörle. Er zeigt die zerstörerische Auswirkung des Kupferabbaus in Rumänien – und begleitet eine Frau, die trotz allem an ihrer Heimat festhält.

Video-Vorschau

In Zusammenarbeit mit dem Greenmotions Filmfestival zeigt der EWS-Store den Dokumentarfilm «Where we used to sleep» des deutschen Regisseurs Matthäus Wörle (2024). Im Anschluss wollen wir mit allen, die Lust haben, darüber diskutieren – etwa, was die gezeigten Bilder mit unserer Lebensweise oder der Energiewende zu tun haben. Begleitet wird die Diskussion von EWS-Nachhaltigkeitsmanager Christian Krause. Für Snacks und Getränke ist gesorgt.

Über den Film

In den 1970er-Jahren ordnete der rumänische Diktator Nicolae Ceaușescu den Abbau eines riesigen Kupfervorkommens im Kreis Alba an. Die Folgen dieser Entscheidung prägen die Region bis heute: Giftige Abfallstoffe aus dem Bergbau werden in ein benachbartes Tal geleitet und verschlingen nach und nach das Dorf Geamăna. Unter fast 50 Millionen Tonnen toxischen Schlamms entsteht ein stetig wachsender, orangerot schimmernder See. Über 400 Familien haben ihre Heimat, ihre Existenz und ihre Geschichte verloren.

Inmitten dieser zerstörten Landschaft lebt Valeria Praţa. Sie ist eine der letzten verbliebenen Bewohnerinnen Geamănas und harrt in einem der wenigen noch stehenden Häuser aus – direkt am Rand des giftigen Sees. Einst war sie Verkäuferin im Dorf, Teil eines lebendigen sozialen Gefüges. Heute liegt das ehemalige Zentrum des Ortes unter Schlamm und verseuchtem Wasser begraben.

Nach dem Tod ihres Mannes und dem Wegzug ihrer Kinder ist Valerias Leben von Einsamkeit und Entbehrung geprägt. Nur ihre Kuh Păuna und ihr Hund Duracell sind ihr geblieben. Während der See unaufhaltsam weiter ansteigt, rückt der Moment näher, vor dem sie sich stets gefürchtet hat: der Tag, an dem auch sie gezwungen sein wird, ihre Heimat endgültig zu verlassen. 

Ein beunruhigender sozioökologischer Dokumentarfilm um seine Hauptfigur, die Lektionen über Würde und Beharrlichkeit erteilt, indem sie im Angesicht der völligen Zerstörung aufrecht steht. Die Landschaftsaufnahmen sind atemberaubend, die Kamera fängt Bilder ein, die zwischen unheimlicher Schönheit und totaler Verwüstung balancieren.

Der Film wurde beim Greenmotions Filmfestival mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.