Wärmenetz Neustadt
Seit Anfang 2025 liefern die EWS mit den beiden Teilwärmenetzen beim Schulzentrum und bei der Sparkasse am Bahnhof klimafreundliche Nahwärme an Haushalte, Schulen sowie Gewerbebetriebe in Neustadt. Übernommen wurden die beiden Netze von der ehemaligen Energieversorgung Titisee-Neustadt GmbH (EVTN). Zuvor waren die EWS seit der Inbetriebnahme 2020 mit der Betriebsführung beauftragt gewesen.
Informationen zum Wärmenetzausbau
Seit 2025 sind wir als EWS alleinige Betreiberin der beiden Netze in Neustadt. Unser erklärtes Ziel ist es, das Wärmenetz in Neustadt in den kommenden Jahren stark auszubauen und die beiden Teilwärmenetze perspektivisch zu einem Wärmenetz zu verbinden
Als erste Grundlage für den weiteren Ausbau stellte die Stadt Titisee-Neustadt im Januar 2026 die vom Bund vorgeschriebene «Kommunale Wärmeplanung» vor, eine Art Orientierungshilfe und Grundlage für die weitere Stadt- und Energieplanung. Die darin identifizierten Wärmenetz-Eignungsgebiete kommen potenziell für den Wärmenetzausbau in Frage.
Um die Ausbauplanung zügig zu konkretisieren, wird derzeit ein sogenannter «Transformationsplan» nach den Vorgaben der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze erstellt. Darin analysiert unser Beratungspartner unter anderem, welche Gebiete wir in welcher Reihenfolge sinnvoll mit Nahwärmeleitungen erschließen können – und wie wir den Wärmebedarf künftig noch klimafreundlicher decken können. Mehr zum geplanten Wärmenetzausbau erfahren Sie weiter unten; über die konkreten Ausbauaktivitäten informieren wir Sie regelmäßig mit unseren Ausbauinfos.
Ihre Anfrage für einen Hausanschluss
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Interessiert? Gerne können wir Sie bereits jetzt für einen Nahwärme-Anschluss vormerken. Nutzen Sie hierfür einfach unser Online-Formular. Wir benötigen nur wenige Angaben zu Ihrem bestehenden Heizsystem und zum Wärmeverbrauch. Alle Informationen zum Hausanschluss und auch zur staatlichen Förderung finden Sie auf dieser Seite.
Zahlen und Fakten
Tortendiagramm: Wärmeerzeugung 2025 im Wärmenetz Zell im Wiesental.
73 % aus einem Biokessel,
10 % aus Gas-BHKWs,
17% aus einem Gas- / Ölkessel
Insgesamt werden jährlich derzeit rund 7.250 MWh Wärme für die beiden Wärmenetze erzeugt und über das 4,3 km lange Leitungsnetz verteilt. Dies entspricht dem Wärmebedarf von ca. 725 Einfamilienhäusern (je 10 MWh pro Jahr). Versorgt werden damit unter anderem zahlreiche Wohngebäude, mehrere Schulgebäude, ein Seniorenheim und Gewerbebetriebe.
Die Wärmeerzeugung erfolgt über den regenerativen Energieträger Holz (regionale Holzhackschnitzel aus Waldresthölzern) und durch Kraft-Wärme-Kopplung (Erdgas mit derzeit 40% Biogasanteil). Zur Deckung von Spitzenlasten bzw. als Ausfallreserve stehen Gaskessel bereit.
Neben Wärme erzeugen Blockheizkraftwerke (BHKW) zusätzlich rund 390.000 kWh Strom pro Jahr. Dies entspricht dem Strombedarf von 130 durchschnittlichen Haushalten (bei je 3.000 kWh pro Jahr).
Klimawirksamkeit der Nahwärmeversorgung
Im Vergleich zu einer dezentralen Wärmeversorgung mit Heizöl führt das Wärmenetz Neustadt zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um etwa 1.907 Tonnen C02 pro Jahr, was einer Einsparung von rund 80 % entspricht. Das Wärmenetz Neustadt leistet damit einen entscheidenden Beitrag der Stadt zur Begrenzung des Klimawandels. Weitere Informationen wie etwa zum Primärenergiefaktor und zu den Wärmepreisen finden Sie auf der Seite Downloads.
Nächste Schritte und Ausblick
2026 Transformationsplan zur Weiterentwicklung
Angesichts der umfangreichen vorgesehenen Netzerweiterungen in Neustadt werden mittel- bis langfristig zahlreiche weitere Wärmequellen für das auszubauende Nahwärmenetz benötigt. Zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Netzes arbeiten wir mit dem Planungsbüro «Drees & Sommer» zusammen, um einen sogenannten Transformationsplan zu erstellen.
Potenziale erschließen – für ein wirtschaftlich attraktives und klimafreundliches Wärmenetz
Beim Transformationsplan untersuchen wir mit unserem Partner Drees & Sommer verschiedene Versorgungsvarianten im Hinblick auf ein wirtschaftlich attraktives und zudem klimaneutrales Wärmenetz im angestrebten Endausbau.
Dabei wird insbesondere die potenzielle Nutzung von Erneuerbaren wie beispielsweise Geothermie, Gewässer- und Solarthermie sowie die Erschließung der Abwärmepotenziale von Industrie und Kläranlage genauer betrachtet. Unterstützt wird der Transformationsplan durch Fördermittel der EU und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
2026 bis 2029 Wärmenetzausbau in der Ringstraße und Goethestraße
In den Jahren 2026 und 2027 bauen wir unser Wärmenetz in der Ringstraße östlich des Friedrich-Ebert-Platzes aus, wodurch weitere Ein- und Mehrfamilienhäuser einen Wärmenetzanschluss erhalten. Da zeitgleich städtische Tiefbaumaßnahmen zur Erneuerung von Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen durchgeführt werden, entstehen bauliche Synergien – sowohl für die Stadt Titisee-Neustadt als auch für die EWS.
Für die Jahre 2028 und 2029 ist dann die Netzerweiterung Richtung Süden in die Goethestraße und den Franz-Schubert-Weg vorgesehen.
Wenn auch Sie sich für einen sicheren und klimafreundlichen Nahwärmeanschluss interessieren, können Sie hier online Ihr Interesse anmelden. Hierzu benötigen wir nur wenige Angaben zu Ihrem bestehenden Heizsystem und zum Wärmeverbrauch. Über die Schritte zu Ihrem Anschluss, aber auch zur staatlichen Förderung, informieren wir Sie ausführlicher auf der Seite «Ihr Hausanschluss».
2030 bis 2045 Fortschreitender Wärmenetzausbau in Neustadt geplant
Bis zum Jahr 2045 wollen wir das Wärmenetz in Neustadt kontinuierlich ausbauen. So möchten wir möglichst vielen Gebäudeeigentümer:innen in den identifizierten Wärmenetz-Eignungsgebieten die Möglichkeit bieten, einen Hausanschluss zu erhalten und Nahwärme zu beziehen.
Ansprechpartner Nahwärmeausbau
Sie haben Fragen zur Nutzung unserer Nahwärme bzw. zum Thema Hausanschluss? Auf unserer FAQ-Seite haben wir bereits zahlreiche Antworten für Sie vorbereitet. Für weitere Fragen sprechen Sie uns gerne direkt an!