Sauberes Wasser, gesunde Zukunft
Ein Gastbeitrag von Sandra Busch, Mitgründerin von «Charo Himalaya»
In Bhutan ist sauberes Trinkwasser rar. Mit leistungsfähigen Wasserfiltern und PV schafft der Verein «Charo Himalaya» Abhilfe.
Die Ankunft im «Golden Valley» überwältigt mich jedes Mal aufs Neue. Unter uns schlängelt sich ein schmaler Fluss durch dicht bewaldete Berghänge und die zunehmend subtropische Landschaft. Begleitet vom Zirpen der Insekten sowie dem Gesang und den Rufen der Vögel und Affen nähern wir uns unserem Ziel: dem in der Sonne hell leuchtenden Sergithang mit seinen farbenfrohen Häusern. Die Gemeinde im Distrikt Tsirang, umgeben von Reisfeldern, Bananenstauden und Mangobäumen, gehört zu meinen Lieblingsorten in Bhutan – bei jedem Besuch freue ich mich besonders auf die Reise dorthin.
Als Mitgründerin von «Charo Himalaya» bin ich mit meinen Reisegefährt:innen wieder einmal unterwegs, um uns über den Stand der geförderten Entwicklungsprojekte in Bhutan zu informieren. Seit 2018 ist unser Verein hier aktiv – und seit 2019 unterstützen die EWS viele unserer Projekte mit Mitteln aus ihrem Förderprogramm «Sonnencent».
Mit im Jeep sitzen weitere Vereinsmitglieder – darunter der bhutanische Projektleiter Gewang Dorji und die Fotografin Annette Etges, eine langjährige Unterstützerin. Nach unserer Ankunft am einzigen internationalen Flughafen des Landes in Paro sind Annette und ich zunächst nach Thimphu gefahren – die Hauptstadt liegt auf einer Höhe von etwa 2.300 Metern im Westen und ist mit rund 140.000 Einwohner:innen die größte Stadt des Landes.
Viele vor allem junge Menschen zieht es dorthin, weil die Lebensbedingungen in den ländlichen Regionen – vom Tropenwald im Süden bis zum Himalaya im Norden – zunehmend schwieriger werden. Es liegt nicht zuletzt am Klimawandel und betrifft insbesondere den Zugang zu Trinkwasser: In Bhutan gibt es entweder zu viel oder zu wenig Wasser. Durch das Abschmelzen der Himalaya-Gletscher laufen Gletscherseen über, was massive Überflutungen zur Folge hat. Viele hoch gelegene Dörfer profitieren jedoch kaum vom Wasser der Gletscherflüsse, sondern sind auf den Regen in der Monsunzeit angewiesen. Doch dieser fließt schnell ab, was die Speicherung von Wasser in Tanks notwendig macht – eine potenziell gefährliche Quelle für Keime.
Diese findet man häufig auch im Leitungswasser. Die Wasserqualität verschlechtert sich vielerorts zusätzlich durch Ablagerungen, Verunreinigungen und Verschlammung. Zudem führen die schwierige Topografie, Erosionen und oberirdisch verlegte, oft marode Wasserleitungen zu einer unzureichenden Versorgung. Sauberes Wasser ist in Bhutan selten und selbst in Thimphu knapp.
Unterwegs ins goldene Tal
Nach ein paar Tagen der Vorbereitung haben wir die Hauptstadt in Richtung Tsirang verlassen, einem südlich gelegenen Distrikt in Bhutans subtropischer Zone. Seit sieben Jahren kooperieren wir dort mit Schulen und Familien, um vor allem die Trinkwasserversorgung zu verbessern. Auch unser erstes EWS-gefördertes Projekt startete in dieser Region. Nach der mehrstündigen Fahrt erreichen wir Sergithang. Dort sind wir hoch oben am Berghang bei Raju Subba und seiner Familie in einem Holzhäuschen zu Gast, in dem kleinen Dorf Tsirang Toed.
Raju Subba, ein sehr erfahrener Leiter von Bauvorhaben und Projekten im ländlichen Raum, ist seit 2019 bei unserem Verein tätig und verantwortet die Projektarbeit im Distrikt Tsirang. Er knüpft den Kontakt zu den Menschen vor Ort, koordiniert gemeinsam mit dem Team in Thimphu die Planung, Umsetzung und Evaluation der Maßnahmen und kümmert sich auch um die Technik: Er installiert und wartet beispielsweise Wasserfilter und führt zudem Schulungen in Solartechnik durch.
Photovoltaik spielt mittlerweile eine wichtige Rolle in unseren Projekten. Zwar hängt Bhutans Stromversorgung mit einem Anteil von 93 Prozent sehr stark von der Wasserkraft ab, doch klimabedingte Gletscherschmelzen und Extremwetterereignisse machen sie zunehmend unzuverlässig. Deshalb setzen wir mit unseren Anlagen verstärkt auf Solarenergie, um die durchgängige Versorgung zu sichern und Stromausfälle abzufedern.
Die Arbeit in Gosaling macht Spaß – alle ziehen an einem Strang.
Raju Subba freut es, Menschen in Not unterstützen zu können, auch wenn nicht immer alles reibungslos läuft: «Manche nehmen trotz großer Bedürftigkeit ungern Hilfe an, anderswo ist der Andrang enorm», erzählt er uns. Besonders schätzt er unser neues Trinkwasserprojekt für die Partnerschule in Gosaling: «Die Arbeit dort macht Spaß – alle ziehen an einem Strang. Und dass das Projekt so vielen zugutekommt, bedeutet gutes Karma.»
Eröffnung einer Trinkwasserstelle
Am nächsten Tag besuchen wir die Gosaling Primary School, etwa 30 Kilometer von Tsirang Toed entfernt. Die Fahrt über unbefestigte, vom Regen aufgeweichte Straßen dauert anderthalb Stunden. «Aber immerhin gibt es mittlerweile Wege», erzählt Gewang Dorji lachend. «In meiner Kindheit hatten wir kaum Straßen, man musste viele Stunden durch den Wald laufen.»
Die Schule liegt hoch am Berghang, umgeben von Feldern und traditionellen Holz-Lehmhäusern, in denen die Familien der rund 100 Schulkinder leben. Von dort strömen sie morgens in die Schule, wo sie von 16 Lehrkräften und Mitarbeitenden erwartet werden. Seit Kurzem sorgt ein neu installierter Wasserfilter für enorme Erleichterung: «Früher mussten wir Wasser von zuhause mitbringen und in der Schule abkochen lassen», erzählt die 13-jährige Dival Kari. Denn das ungefilterte Wasser in der Schule hatte die Kinder oft krank gemacht und beispielsweise zu Durchfällen geführt. Nun trinken sie es bedenkenlos – und verpassen keinen Unterricht mehr wegen Krankheit.
Water is life, and clean water means health.
Unsere Ankunft wurde mit Spannung erwartet: Zu unseren Ehren hat die Schule die feierliche Einweihung der Trinkwasserstelle vorbereitet. Traditionelle Khataks, buddhistische Glücksschals, schmücken ein verhülltes Plakat über der Zapfstelle, drumherum sind die Kinder und Lehrkräfte versammelt. Der Schulleiter spricht über die Bedeutung von sauberem Wasser, dann werden die Trinkstelle und das Plakat feierlich enthüllt. Ein Fototermin darf natürlich nicht fehlen. Anschließend füllen die Kinder eifrig ihre Trinkflaschen – einige auch für zuhause, «denn dort haben wir keinen Wasserfilter», erzählen sie.
Nach der Mittagspause verabschieden wir uns. Die Herzlichkeit und die Begeisterung, die wir erlebt haben, klingen noch eine Weile nach. «Wie schön, dass die Kinder endlich unbeschwert Wasser trinken können», freut sich Gewang Dorji.
Gesundheit für Generationen
Die nächsten Stationen auf unserer Reise sind Besuche bei Familien, denen wir bereits in den letzten Jahren Wasserfilter übergeben haben. 2019 waren es 15 Stück im Distrikt Tsirang, von denen fast alle bis heute in Gebrauch sind. Einen davon erhielt Nala Drukpa, der mit Frau, Tochter, Schwiegersohn und vier Enkelkindern in einfachen Verhältnissen auf wenigen Quadratmetern in einem traditionellen Holz-Lehmhaus wohnt. Die Familie legt großen Wert auf die Bildung der Kinder, trotz knapper finanzieller Mittel. Zwar ist der Schulbesuch in Bhutan kostenlos, doch für Schulkleidung und Lernmaterial haben die Eltern zu sorgen.
Vor 2019 musste Nala Drukpas Tochter Pem Lham dreimal täglich zur Wasserstelle ins Tal, dort die Kanister füllen und diese in einem Bambuskorb zum Elternhaus hochtragen. Als schließlich die Lokalregierung Trinkwasserleitungen zu den Häusern verlegen ließ, konnte unser Verein bald darauf die Wasserfilter installieren. «Unser Leben ist seitdem einfacher und sicherer geworden», erzählt uns Nala Drukpa. «Die Kinder sind viel seltener krank.»
Solarenergie sichert Bildung – und die Ernten
In Tsirang geht es vielen Familien ähnlich: Sie leben von den Erträgen kleiner Felder, das Einkommen reicht kaum für größere Anschaffungen. Daher kann selbst eine einfache Unterstützung eine große Wirkung entfalten: Mit dem Projekt «Solarpanels für Nomaden und Bäuerinnen» haben wir in Tsirang und zwei Nomadenregionen bisher 80 Solarpaneele mit batteriebetriebenen Lampen übergeben. Auch der Besuch einer dieser Familien steht auf unserem Reiseplan.
Es ist bereits sehr spät am Nachmittag, als wir uns dorthin auf den Weg machen. Der Pfad führt immer tiefer in den Dschungel. Bei unserer Ankunft sinkt die Sonne hinter die Hügel – perfekt, um den Nutzen der kleinen Solarlampen direkt zu erleben. Tsirang ist zwar ans Stromnetz angeschlossen, doch die Versorgung ist oft unzuverlässig. Besonders bei starkem Regen kommt es häufig zu Erdrutschen, Stromleitungen werden beschädigt, bisweilen wird die Stromzufuhr auch vorsorglich abgeschaltet.
Wieder werden wir herzlich empfangen, während die Kinder aufgeregt umhertollen. Die ganze Familie ist versammelt und lässt uns daran teilhaben, wie sie lebt, was sie anbaut und wie sie ihre Lampen nutzt. Maita Raj Rai und seine Familie verwenden ihre drei Lichtquellen im Haus – in der Küche, im Schlafzimmer oder beim Lernen. Meistens aber sind sie mit den Lampen nachts auf ihren Feldern unterwegs. Denn in Bhutan ist der Konflikt zwischen Menschen und Wildtieren ein großes Thema: Viele Wildtiere, darunter Tiger, Leoparden, Elefanten und Nashörner, stehen unter Schutz und dürfen nicht getötet werden. Die Felder liegen oft inmitten von Wäldern, die Zäune drumherum halten nicht alle Tiere ab. Daher schützen die Familien ihre Felder zusätzlich von «Ausguckposten» aus. Die Solarlampen sind hier doppelt wertvoll: Sie schrecken Wildtiere ab und ermöglichen es, beschädigte Zäune sofort wieder zu reparieren.
Der Besuch bei der Familie von Maita Raj Rai zeigt uns den Mehrwert der PV-Lampen: Mittelbar fördern sie Bildung, das soziale Miteinander und die Erntesicherheit. Davon profitieren auch wir heute – nach der Inspektion der Module und Lampen wird zu Tisch gebeten. Der quillt fast über vor Köstlichkeiten aus dem eigenen Anbau, die stolz gereicht werden: Gurken, Mais, Tomaten, Wassermelone, alles frisch geerntet, dazu gibt es Schweinefleisch in knusprigen Teigfladen. Wir dürfen alles nach Herzenslust probieren – und genießen die Gastfreundschaft in vollen Zügen.
Erst spät machen wir uns auf den Rückweg zu Raju Subbas Haus. Auf den letzten Metern passiert uns ein Malheur, das die Anfälligkeit der Wasserversorgung in der Region verdeutlicht: Versehentlich überfahren wir eine oberirdisch verlegte Wasserleitung – es sind PVC-Rohre, verbunden mit Kunststoffkupplungen. Die Leitung zerbricht, Wasser fließt auf die Wiese statt zum Haus von Raju Subbas Nachbar:innen. Die Familie reagiert gelassen, denn so etwas passiert in Tsirang immer wieder.
Projekte und Förderung
Seit 2019 unterstützten die EWS mit ihrem Förderprogramm «Sonnencent» insgesamt vier Projekte von «Charo Himalaya». Im Rahmen der ersten Projektförderung wurden solarbetriebene Wasserfilter für die bhutanische Landbevölkerung installiert. Noch im selben Jahr riefen die EWS bei ihrer Weihnachtsaktion gezielt zur Unterstützung des Vereins auf – und erfuhren große Resonanz.
Die Mittel aus der Aktion flossen in ein Trinkwasserprojekt für Schulen, das rund 6.000 Kindern zugutekommt. Auch in den Folgejahren unterstützte das Förderprogramm vorrangig Wasserprojekte für Bhutan, später dann die Installation von PV-Anlagen. Darüber hinaus konnten Schulungen, Trainingsprogramme sowie ein digitales Austauschprogramm zwischen bhutanischen und deutschen Schüler:innen etabliert werden.
Möglich wurde all dies durch den Sonnencent-Anteil in den EWS-Tarifen, mit dem Kund:innen seit jeher einen solidarischen Beitrag für Klimaschutz, Energiewende und Energiegerechtigkeit weltweit leisten.
Foto oben (v. li. n. re.): Gewang Dorji, Projektmanager, Raju Subba, Projektkoordinator in Tsirang, und Sandra Busch, Mitgründerin des Vereins Charo Himalaya
Zurück in die Hauptstadt
Am nächsten Morgen kontaktieren wir die Behörde, die die Reparatur der Leitung für die kommenden Tage zusichert. Danach treten wir die sechsstündige Rückfahrt nach Thimphu an: über staubige Straßen entlang des Puna-Tsang-Chhu-Flusses, vorbei an nebelverhangenen Bergpässen und am spektakulären Basochhu-Wasserfall. Bergauf wechselt die subtropische in die gemäßigte Zone – mit jedem Kilometer wird es kühler, und die Regenwälder weichen Laub- und Nadelbäumen.
Besonders wichtig ist sauberes Wasser für die Jüngsten.
Schließlich sind wir zurück in der Hauptstadt. Auch hier gab es gute Gründe, Trinkwasserprojekte zu initiieren: Obwohl die Lebensbedingungen in der Stadt insgesamt besser sind als auf dem Land, ist die Trinkwasserversorgung oft problematisch – mitunter ist sie sogar stärker beeinträchtigt als in ländlichen Regionen. Schuld daran sind nicht nur Abwässer und Abfälle, die teils ungefiltert in das Trinkwasser gelangen, sondern auch – als Folgen des Klimawandels – stärkere Regenfälle im Sommer und trockene Phasen im Winter. Der Zugang zu Trinkwasser ist dadurch unberechenbar. In den Sommermonaten fällt die Versorgung oft sogar tagelang aus.
In unserem Verein haben wir vor fünf Jahren entschieden, nicht nur entlegene Schulen, sondern auch städtische Einrichtungen mit Wasserfiltern auszustatten – weiterhin mit Unterstützung der EWS. Projektleiter Gewang Dorji und sein Team wählten gezielt Schulen mit Grundschulbereich aus, um insbesondere den jüngsten Kindern einen zuverlässigen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.
Sauberes Wasser mithilfe von Sonnenstrom
Unser nächstes Ziel ist die Loselling Middle Secondary School – mit über 1.600 Schüler:innen die zweitgrößte Schule des Landes. Hier lernen Kinder von der Vorschulklasse bis zur 10. Klasse. Im Jahr 2022 installierten wir eine große Anlage mit mehreren Filtern. Sie reinigt Wasser, das von einer Bergquelle über oberirdische Leitungen in große Tanks geführt wird.
Wie bei unseren anderen Schulen kommt auch hier eine moderne Umkehrosmose-Technologie zum Einsatz. Dabei wird Wasser unter Druck durch eine halbdurchlässige Membran gepresst, die Schadstoffe und Rückstände – darunter Schwermetalle – zurückhält. Die für den Betrieb nötige Energie erzeugen PV-Module, die ebenfalls im Rahmen des Trinkwasserprojekts installiert wurden. Die Wasserqualität wird von der zuständigen Behörde kontrolliert – seit der Installation traten keine Verunreinigungen auf, die regelmäßige Wartung der Filter zahlt sich aus. Während unseres Besuchs steht der alle drei Monate fällige Wechsel der Filterkerzen an, die gröbere Verunreinigungen herausfiltern und so die nachfolgende empfindliche Umkehrosmosemembran vor Beschädigung und Verstopfung schützen. Dabei können wir deutlich sehen, wie notwendig die Installation von Wasserfiltern hier ist: Die alten Filterkerzen sind fast schwarz.
Die Austausch- und Bildungsprogramme finden großen Anklang.
Die Loselling-Schule ist auch ein Beispiel für die wachsende Zusammenarbeit mit unserem Verein. So diskutieren in einem von uns initiierten Austausch bhutanische Schüler:innen per Video mit deutschen Gleichaltrigen Themen wie Klimaschutz oder Wasser- und Energieversorgung und gewinnen dabei Einblicke in den Alltag der jeweils anderen. Das Programm begeistert: Die Jugendlichen wünschen eine jährliche Fortsetzung. Bei unserem Besuch berichten die Teilnehmer:innen ebenso enthusiastisch von der neuen Bibliothek, die wir mit Büchern ausgestattet haben. Fast alle lesen gerne und heben die Bedeutung des Projekts hervor.
Zum Abschluss unseres Aufenthalts in Thimphu besuchen wir eine letzte Schule: die Kuzhugchen Middle Secondary School. Obwohl diese Sekundarschule nur wenige Kilometer von der Großstadt entfernt ist, erinnert sie eher an die ländliche Schule in Tsirang. Auch hier lebt ein Großteil der Menschen von der Landwirtschaft, die Lebensverhältnisse sind einfach. Die meisten Kinder stammen aus bedürftigen Familien, berichtet Schuldirektor Dorji Kinley. Man habe einen Wohnbereich eingerichtet, in dem rund 30 Schüler:innen unter der Woche leben. Alle nutzen das gefilterte Wasser, erzählt er begeistert. Die Gesundheit und die schulischen Leistungen hätten sich deutlich verbessert. Neben einem Kindergarten gibt es hier seit Kurzem auch einen inklusiven Bereich, in dem Kinder mit besonderen Bedürfnissen gezielt gefördert werden – bislang noch ein seltenes Angebot in Bhutan.
Kurz vor der Rückkehr nach Deutschland lassen wir unsere Eindrücke Revue passieren. Wieder einmal hat der Besuch uns bestätigt, wie wirkungsvoll selbst einfache Maßnahmen sein können, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Ein regelmäßig gewarteter Filter oder eine einfache Solarlampe verbessern Alltag, Gesundheit, Bildung und Ernten – und eröffnen den Menschen neue Perspektiven.
Die Reise bestärkt uns, die Arbeit in Bhutan auszubauen. Zahlreiche Schulen wünschen sich ebenfalls Filter, berichtet Gewang Dorji – dafür sammeln wir Spenden. Wir danken allen herzlich, die uns finanziell unterstützen. Denn nur gemeinsam lässt sich Großes bewegen – und dabei auch für gutes Karma sorgen.
Charo Himalaya e. V.
Der Verein «Charo Himalaya» wurde 2007 als «Kham – Hilfsprojekt für Nomaden» von Nomad:innen in Tibet und Freund:innen aus Deutschland gegründet. Zunächst nur in Tibet aktiv, knüpfte der Verein ab 2016 Kontakte nach Bhutan. Aufgrund der schwierigen politischen Lage in Tibet realisiert die Organisation seit 2017 (bis Januar 2025 unter dem Namen «Nomadenhilfe») vor allem Projekte in Bhutan. Der Verein engagiert sich dort für die ländliche Entwicklung und bessere Bildungschancen sowie den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Solarenergie.
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