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21.10.2026 | Freiburg

Anders Wirtschaften: Befreiung vom Überfluss – by design or disaster

Veranstaltung mit Niko Paech

Mittwoch, 21. Oktober 2026

19:30 bis 21:00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos.

Universität Freiburg

KG III, Hörsaal 3044
Platz der Universität 3
79098 Freiburg

Niko Paech ist einer der profiliertesten Wachstumskritiker Europas und wurde mit seinem Buch «Befreiung vom Überfluss» (2012) zum führenden Vordenker der Postwachstumsökonomie im deutschsprachigen Raum. Bei der Veranstaltung steht die komplett überarbeitete Neuausgabe seines Degrowth-Klassikers im Mittelpunkt.

Über die Postwachstumsökonomie

Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet, also von Umweltschäden entkoppelt werden kann, ist längst an der Realität zerschellt. Das offenkundige Scheitern einer ökologischen Modernisierung impliziert, dass allein eine Reduktionsstrategie, bezogen auf Industrieproduktion, Techniknutzung, Konsum und Verkehr zur Wiedererlangung der ökologischen Überlebensfähigkeit menschlicher Zivilisationen führen kann.

Daran knüpft das Konzept der Postwachstumsökonomie an. Die Frage nach deren politischer Durchsetzbarkeit verweist auf eine Gespensterdebatte; sie stellt sich nicht mehr, weil die kaum mehr aufzuhaltende De-Industrialisierung Mitteleuropas automatisch zu einer solchen Konstellation führen wird.

Zu Niko Paech

  • Portrait von Niko Paech

    apl. Prof. Dr. Niko Paech studierte Volkswirtschaftslehre, promovierte 1993, habilitierte sich 2005 und vertrat den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg von 2008 bis 2016. Derzeit forscht und lehrt er an der Universität Siegen im Masterstudiengang Plurale Ökonomik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Postwachstumsökonomik, Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Sustainable Supply Chain Management, Nachhaltigkeitskommunikation und Innovationsmanagement. Er ist in diversen nachhaltigkeitsorientierten Forschungsprojekten, Netzwerken, Initiativen sowie Genossenschaften tätig.

Ergänzendes Programm

Mittwoch, 14.10 bis Donnerstag, 26.11.2026, EWS-Store Freiburg, Bismarckallee 10: Weltacker-Ausstellung «Anders Wirtschaften – 2000 m² für alle!»

Mittwoch, 18.11.2026, 18:00 – 20:00 Uhr, EWS-Store Freiburg, Bismarckallee 10: Veranstaltung zum Thema «Landwirtschaft – nachhaltig, gerecht, gesund» mit BioBoden und Weltacker Freiburg.

Veranstaltungsreihe «Anders Wirtschaften»

Über die Beteiligten

  • Auf einem Tuch sind verschiedene geerntete Früchte arrangiert.

    Weltacker Freiburg

    2000 m² – auf dem Weltacker Freiburg, beim Mundenhof, wird diese Fläche eindrücklich erlebbar. Ins Flächenverhältnis gesetzt wächst hier, was weltweit auf unseren Äckern angebaut wird – von Lebensmitteln über Futtermittel und Energiepflanzen bis hin zu Pflanzen für Kleidung und andere Rohstoffe. Mehr zum Weltacker Freiburg und zu den engagierten Menschen hinter dem Projekt können Sie hier erfahren

    Die Ausstellung dazu wird von «Weltacker Deutschland» zur Verfügung gestellt, die ausführliche Informationen zur Idee dahinter bereitstellen.

  • Portrait Niko Paech

    Niko Paech

    Prof. Dr. Niko Paech ist einer der profiliertesten Wachstumskritiker Europas und wurde mit seinem Buch «Befreiung vom Überfluss» (2012) zum führenden Vordenker der Postwachstumsökonomie im deutschsprachigen Raum.  Sein legendäres Manifest prägte damals die Debatte über das Wachstumsdogma. Bei der Veranstaltung in Freiburg steht die komplett überarbeitete Neuausgabe seines Degrowth-Klassikers im Mittelpunkt.

    Ein Interview mit Niko Paech vom Juli 2017 finden Sie in unserem Energiewende-Magazin, seinen Vortrag auf dem Stromseminar hier.

  • Vor einem Hof ein Landwirt in brauner Jacke, er hält einen Kohlrabi in der Hand.

    BioBoden Genossenschaft

    Die BioBodenGenossenschaft (BBG) kaufte unter anderem vormals volkseigene Land- und Forstflächen in der ehemaligen DDR, die heute Teil des größten zusammenhängenden Bio-Ackergürtels Europas sind. In der Zwischenzeit konnte die BBG bereits 3.700 Hektar Land erwerben und damit für die ökologische Landwirtschaft sichern. Mehr dazu erfahren Sie auf der Website der BBG.

    Einen Bericht über den BBG-Bauernhof Weggun und die Genossenschaft vom Juni 2020 finden Sie in unserem Energiewende-Magazin.