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Referenzprojekte

Wärmenetz Steinen

In der südbadischen Gemeinde Steinen liefern Holzenergie und Blockheizkraftwerke zuverlässig Wärme an Schulgebäude, den Kindergarten, das Rathaus, ein Hotel und viele private Wohnungen.

Informationen zum Ausbau per Post und Infovideos

Als nächster Schritt ist für das Wärmenetz Steinen der Netzausbau Höllstein geplant. Unsere bewährten Informationsveranstaltungen für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer im Ausbaugebiet können wir leider lagebedingt nicht durchführen. Sie erhalten von uns stattdessen ein schriftliches Angebot sowie Informationen zu staatlichen Fördermöglichkeiten, sobald die Realisierung des Netzausbaus näher rückt und Sie Ihren Hausanschluss beauftragen können.

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Zahlen und Fakten

Insgesamt werden in Steinen jährlich derzeit rund 2.500 MWh Wärme über den regenerativen Energieträger Holz und durch hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt.

Versorgt werden damit unter anderem zahlreiche Wohngebäude, mehrere Schulgebäude, ein Kindergarten, die Sporthalle und das Rathaus. Die Länge des Leitungsnetzes beträgt 5,2 km.

Neben Wärme erzeugen drei Blockheizkraftwerke (BHKWs) zusätzlich rund 400.000 kWh Strom pro Jahr. Dies entspricht dem Strombedarf von gut 130 durchschnittlichen Haushalten.

Klimawirksamkeit der Nahwärmeversorgung

Im Vergleich zu einer Versorgung mit Heizöl führt das Wärmenetz Steinen zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um etwa 760 Tonnen C02 pro Jahr. Dies entspricht dem jährlichen Ausstoß von 380 PKW. Das Wärmenetz Steinen leistet damit einen entscheidenden Beitrag der Gemeinde zur Begrenzung des Klimawandels.

März bis April 2020 Zuschlag für den Wärmenetzneubau in Steinen-Höllstein

Angesichts der positiven Erfahrungen mit dem Wärmenetz Steinen beschließt die Gemeinde die Realisierung eines weiteren Wärmenetzes für den Ortsteil Steinen-Höllstein. Im Auswahlverfahren können sich die EWS gegen einen Mitbewerber durchsetzen und erhalten den Zuschlag für die Anbindung des Versorgungsgebietes Höllstein an das bereits bestehende Netz in Steinen. Herausforderung hierbei: Höllstein ist durch eine Bundesstraße, eine Bahnstrecke und einen Fluss von Steinen getrennt. Doch der Aufwand lohnt sich. Denn ist die Verbindung einmal geschafft, können auch die Haushalte in Höllstein nachhaltige Nahwärme beziehen und die kommunale Energiewende vorantreiben.    

2014 bis 2020 Kontinuerlicher Netzausbau

Das Wärmenetz wird kontinuierlich ausgebaut. Mit der Erschliessung der Marktstraße erfolgt beispielsweise die Anbindung des Hebelkindergartens und mit der Querung der Eisenbahnstraße kann das Senorienzentrum Mühlehof angebunden werden. Dort sorgt ein Blockheizkraftwerk für die hocheffiziente Versorgung mit Strom und Wärme – und kann überschüssige Wärme von nun an in das Wärmenetz einspeisen.

Gemeinsam mit der im Jahr 2020 errichteten Photovoltaikanlage wird im Seniorenzentrum Mühlehof teilweise mehr Strom erzeugt als benötigt wird. Die Anbindung des Seniorenzentrums Mühlehof ist gleichzeitig die technische Voraussetzung zur Erschließung des Neubaugebietes «Alte Weberei».

November 2014 Heizzentrale versorgt Wärmenetz Steinen

Bürgermeister Rainer König befeuert den neuen Heizkessel
Inbetriebnahme: Bürgermeister Rainer König befeuert den neuen Heizkessel Foto: Herbert Bahlinger

Mit dem Anschluss der Heizzentrale und dem Ausbau des Netzes auf rund 2,2 km Länge ist der erste Ausbauschritt des Wärmenetzes Steinen schließlich abgeschlossen.

Die Wärmeerzeugung im Nahwärmenetz erfolgt nun zu rund 80 % aus heimischen Holzhackschnitzeln. Durch die robuste Technik können auch Schwemmholz aus Wasserkraftwerken oder Holzabfälle aus der Landschaftspflege sinnvoll verwertet werden; nur ein Bruchteil des Bedarfs muss über Holz aus dem Wald gedeckt werden.

Knapp 20 % des Wärmebedarfs liefert das Blockheizkraftwerk. Zusätzlich ist ein Ölkessel installiert, der nur bei extremen Witterungsverhältnissen und als Ausfallreserve bei Defekten einspringen wird.

Sommer/Herbst 2013 Bau der Heizzentrale Steinen

Einbau der Holzhackschnitzelanlage

Mit einem Teleskopkran wird die neue Holzhackschnitzelanlage in die Heizzentrale gehievt. Der knapp fünf Meter hohe Holzkessel bietet hochmoderne Brenntechnik: Ein Elektrofilter entfernt Feinstaub vollständig, durch eine Abgaskondensationsanlage wird auch der letzte Rest Wärme aus dem verfeuerten Holz genutzt. Die Steinener Anlage ist die erste im Südwesten, die mit dieser Technik ausgestattet ist. Der Holzkessel selbst wurde speziell für die Verwertung von sehr schlechten Holzqualitäten konzipiert. So kann auch Holz genutzt werden, welches bisher in der Region nicht verwertet werden konnte.

Einbau des Pufferspeichers

Als letztes Schlüsselelement der Anlage wird ein 50.000-Liter-Pufferspeicher eingebaut, der gleich doppelt genutzt wird: Im Winter werden Lastspitzen geglättet und der Anteil der Holzenergie optimiert, im Sommer wird der Puffer durch das BHKW genutzt, um möglichst viel effizienten Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung zu erzeugen.

Oktober 2012 Energietag Steinen

Um einen Ausblick auf die weiteren Planungen zu geben, laden HBG und die Gemeinde Steinen die Bürgerinnen und Bürger zu Vorträgen und Besichtigungen. Über die «Energieversorgung der Zukunft» referiert Dr. Michael Sladek von den EWS Schönau. Dr. Daniel Weiß, HBG, berichtet über die Studie zur energetischen Stadtsanierung, während Dr. Christian Held aus Freiburg über die regionale Verfügbarkeit von Energieholz informiert. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den ersten Bauabschnitt des Wärmenetzes zu besichtigen oder eine Heizzentrale, ein Hackschnitzellager und eine Biogasanlage zu besuchen.

November 2011 bis September 2012 Zuschlag der Gemeinde für das Nahwärmenetz Steinen

Blick auf die Stadt Steinen
Blick auf die Gemeinde Steinen

Ende 2011 erhält die Holzenergie Betreibergesellschaft mbH (HBG), heute Teil der EWS, von der Gemeinde Steinen den Zuschlag für Bau und Betrieb der Wärme- und Stromversorgung der kommunalen Gebäude rund um das Schulzentrum. Im ersten Schritt soll die Wärmeleitung im Bereich des Schulzentrums verlegt und dort ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) eingebaut werden. Für 2013 werden der Bau einer Holzheizzentrale und der Ausbau des Wärmenetzes für private Gebäudebesitzer avisiert.

Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung berichtet Daniel Weiß, Geschäftsführer der HBG, im März 2012 über den Ausbau der Nahwärmenetzes. Hausbesitzer erhalten das Angebot zur Nahwärmeversorgung im Rahmen des entstehenden Netzes. Das Interesse an der Energiewende vor der Haustür ist groß: Etwa 70 Interessierte drängen sich in der Aula der Grundschule Steinen.

Rechtzeitig vor Schulbeginn nach den Sommerferien werden die letzten Arbeiten an der Wärmeleitung abgeschlossen. Mit dem ersten Abschnitt werden sieben kommunale Gebäude mit Wärme und Strom aus dem neuen BHKW versorgt.

Kontakt

Sie haben Fragen zur Nutzung unserer Nahwärme bzw. zum Thema Hausanschluss? Auf unserer FAQ-Seite haben wir bereits zahlreiche Antworten für Sie vorbereitet. Für weitere Fragen sprechen Sie uns gerne direkt an!